Stand: 18.03.2019 12:48 Uhr

Übungen, die geschwollene Beine entlasten

Langes Sitzen oder Stehen begünstigt, dass sich Flüssigkeit im Gewebe staut. Doch auch wer sich viel bewegt, wirkt dadurch nicht automatisch dem Entstehen von Ödemen entgegen: Längeres Knien oder Hocken, etwa bei der Arbeit in Haus, Werkstatt oder Garten, sind ebenfalls ungünstig, weil die Leitungsbahnen bei dieser Haltung abgeknickt sind.

Wie Bewegung die Schwellungen verringert

Unsere Gefäße sind von Muskeln umgeben. Diese Muskulatur - beispielsweise der Wadenmuskel - ist in der Lage, wie eine Pumpe Gewebsflüssigkeit auch gegen die Schwerkraft aus den Extremitäten abzutransportieren. Denn bei Muskelanspannung, etwa durch Treppensteigen, werden Blut und Lymphe nach oben Richtung Herz gedrückt: Die Beine werden entstaut.

Das optimale Training

Für die Grundfitness sind 10.000 Schritte täglich empfehlenswert. Besonders effektiv für die Waden ist Treppensteigen - das lässt sich auch simulieren auf einem sogenannten Stepper. Ziel sind kurze Einheiten auf diesem Gerät, so oft wie möglich über den Tag verteilt, um so die Muskelpumpe immer wieder zu aktivieren.

Untersützung durch Wasserdruck

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Wasser und Kälte, wie hier in der Schneesauna, wirken günstig auf die Lymphgefäße.

Hervorragend eignet sich zudem Wassergymnastik, denn der Druck des Wassers wirkt fast wie eine Lymphdrainage. Ungünstig wären allerdings hohe Wassertemperaturen wie in einem Thermalbecken, denn dadurch erweitern sich die Gefäße - so kann noch mehr Flüssigkeit einströmen. Gegenmittel: im eiskalten Kneipp-Becken Wasser treten oder die Beine einreiben mit Schnee in einer Schneesauna.

Entstauung durch Lymphdrainage und Kompressionsstrümpfe

Lymphdrainage und Kompressionsstrümpfe sollten unterstützend zur Anwendung kommen. Alle Module zusammen - Übungen, Drainage und speziell angepasste Strümpfe - bringen einen dauerhaften Effekt.

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Dieses Thema im Programm:

Die Bewegungs-Docs | 18.03.2019 | 21:00 Uhr

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