An der Unimedizin Rostock haben am Freitag etwa 500 Menschen aus dem öffentlichen Dienst ihre Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft ver.di hatte zum Warnstreik aufgerufen. Sie fordert unter anderem 10,5 Prozent mehr Gehalt für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder - mindestens aber 500 Euro mehr. Mit Plakaten zogen die Demonstranten durch die Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Wegen des Warnstreiks wurde der Betrieb an der Unimedizin um die Hälfte reduziert. Planbare Eingriffe wurden verschoben - Notfälle werden weiterhin behandelt. Die Tarifgemeinschaft der Länder bezeichnet die Forderungen als zu hoch.
Am Freitagmorgen ereigneten sich auf den Straßen des Landkreises Ludwigslust-Parchim insgesamt zehn Wildunfälle. Zu den Zusammenstößen kam es unter anderem bei Wittenburg, Cambs, Boizenburg, Plau am See, Dabel und Goldberg. Menschen wurden nicht verletzt. Dennoch appelliert die Polizei vor diesem Hintergrund zu einer vorausschauenden und defensiven Fahrweise. Allein im Monat Oktober wurden im Landkreis Ludwigslust-Parchim rund 350 Wildunfälle registriert. Laut Statistik ereigneten sich die meisten in den frühen Abend- und Morgenstunden.
In Stralsund (Landkreis Vorpommern-Rügen) hat die Polizei einen betrunkenen Autofahrer aus dem Verkehr gezogen. Nach Angaben der Beamten war der 42-jährige Deutsche gestern Abend mit seinem Van in der Parower Chaussee von der Straße abgekommen. Dabei überfuhr er eine Verkehrsinsel und beschädigte zwei Verkehrszeichen sowie sein eigenes Auto. Ein Atemalkoholtest erbrachte einen Wert von 3,28 Promille. Der Mann musste seinen Führerschein abgeben. Gegen ihn wird nun ermittelt.
In Boltenhagen (Landkreis Nordwestmecklenburg) hat am Donnerstagabend das Tablet eines Bewohners in einem Pflegeheim Feuer gefangen. Feuerwehrleute aus Boltenhagen und Klütz konnten Schlimmeres verhindern - sie waren ausgerückt, weil die Brandmeldeanlage angeschlagen hatte. Zehn der Bewohner mussten das Gebäude verlassen und wurden von einem Notarzt untersucht, zwei von ihnen kamen zur Untersuchung ins Krankenhaus. Nachdem das Pflegeheim durchgelüftet wurde, konnten die Bewohner zurück. Ursache des Brandes war laut Polizei, dass ein Bewohner versucht hatte, das Tablet selbst zu reparieren.
In einem Lokal in Neubrandenburg soll am Donnerstagabend ein Mann eine Frau mit einem Messer bedroht haben. Laut Polizei soll der 27-jährige tunesische Staatsbürger der im Lokal arbeitenden Türkin außerdem mit einem Finger symbolisiert haben, ihr die Kehle durchschneiden zu wollen. Den Angaben zufolge hinderten Zeugen den Verdächtigen an einer Flucht, bis die Polizei kam. Die Staatsanwaltschaft ordnete an, den Mann in Gewahrsam zu nehmen und ihm eine Blutprobe zu entnehmen. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen des Verdachts der Bedrohung ermittelt. Angaben zu Hintergründen machte die Polizei bisher nicht. Verletzt wurde niemand.