Physiotherapeutin Svea Köhlmoos zeigt eine Übung. © NDR Foto: Frederik Brand

Mit Bewegung heilen und vorbeugen

Stand: 25.02.2023 15:16 Uhr

Sitzen sei "das neue Rauchen", sagen Mediziner: Zu wenig Aktivität verursacht oder verstärkt zahlreiche Erkrankungen. Doch mit der richtigen Bewegungstrategie lässt sich gegensteuern.

"Wer rastet, der rostet", sagt der Volksmund. Trotzdem nehmen wir immer gern den bequemen Weg, nutzen den technischen Fortschritt und sitzen viel zu viel. Der Steinzeitmensch lief Schätzungen zufolge 15 bis 25 Kilometer am Tag - heutzutage schaffen wir meist gerade einmal 3,5 Kilometer. Bewegung verschwindet zunehmend aus unserem Alltag. Dabei wissen wir doch, dass sie uns guttut und fit hält. Mittlerweile bezeichnen Wissenschaftler Bewegung als "Jungbrunnen" und Sitzen als "das neue Rauchen" - denn Trägheit schadet unserem Organismus.

Körperliche Inaktivität verursacht oder verstärkt eine Vielzahl der heutigen Volkskrankheiten, von Bluthochdruck über Typ-2-Diabetes bis zu Darmträgheit und diversen orthopädischen Problemen - Studien haben das erwiesen. Lange Zeit hatten selbst Mediziner die Bedeutung der Bewegung für unsere Gesundheit unterschätzt. Noch bis vor einigen Jahren setzten sie viel auf Schonung, zum Beispiel bei Herzschwäche, und auf strammes Liegen nach einer Operation. Das hat sich mit den neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen komplett gewandelt. Denn mit Bewegung können zahlreiche Erkrankungen gezielt behandelt werden - oft sogar zugleich effektiver und schonender als mit Medikamenten.

Was bedeutet Bewegungsmedizin?

Die Sport-, Bewegungs- und Präventionsmedizin befasst sich damit, wie Bewegung im Körper und auf unseren Körper wirkt - und auch, welche Effekte Bewegungsmangel hat. Daraus leiten die Wissenschaftler ab, welche Art und Häufigkeit von Bewegungen hilft, um Erkrankungen vorzubeugen (Prävention) und Patienten schneller beziehungsweise nachhaltiger wieder gesund zu machen (Therapie, Rehabilitation).

 

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