Stand: 13.03.2019 17:07 Uhr

Halbinsel Mönchgut: Das ursprüngliche Rügen

Blühende Sträucher und Kiesstrand an einer Steilküste auf der Halbinsel Mönchgut auf Rügen. © imago/imagebroker Foto: Andreas Vitting
Ursprüngliche Landschaft prägt die Halbinsel Mönchgut.

Nur 30 Quadratkilometer groß, aber von verschiedensten Landschaftsformen geprägt: Die Halbinsel Mönchgut im Südosten von Rügen ist etwas Besonderes. Mit ihren tief eingeschnittenen Buchten, Steilküsten und Sandstränden gilt sie als eine der wenigen Gegenden in Deutschland, die ihren ursprünglichen Charakter weitgehend bewahrt haben. Damit dies so bleibt, gehört Mönchgut zum UNESCO Biosphärenreservat Südost-Rügen. Große Flächen stehen zusätzlich unter Naturschutz.

Baabe und Göhren: Zwischen Ostsee und Greifswalder Bodden

Ostseebad Göhren aus der Luft © Grafikdesign Ninnemann
Das Ostseebad Göhren ist der größte Ort auf der Halbinsel.

Auch wenn die riesige Wasserfläche des Greifswalder Boddens wie ein Teil der Ostsee wirkt, trennt die Halbinsel Bodden und Meer. Auf der Ostseeseite liegt mit Göhren der größte Ort auf Mönchgut, in dem rund 1.200 Menschen leben. Das Seebad ist anerkannter Kneipp-Kurort. Nördlich und südlich der Nordperd genannten Landspitze bietet Göhren zwei lange Sandstrände. Von der 350 Meter langen Seebrücke aus starten Ausflugsschiffe zur Kreideküste von Rügen. Auf der sogenannten Bernsteinpromenade können Urlauber bis in das benachbarte Ostseebad Baabe laufen, den nördlichsten Ort auf Mönchgut. Wer für einen Tagesausflug nach Göhren kommt, kann mit der Kleinbahn Rasender Roland anreisen, deren Gleise dort enden.

Panoramablick vom Lotsenturm Thiessow

Den eigentlichen Reiz der Halbinsel macht aber die ursprüngliche Natur aus. Auf zahlreichen Wander- und Radwegen lässt sich Mönchgut erkunden. Die beiden höchsten Erhebungen, Zickerberg und Bakenberg, bieten herrliche Aussichten. Mit 66 Metern Höhe überragen sie die sanfte Hügellandschaft mit Wiesen, Feldern und Wäldern. Kleine Dörfer wie Lobbe, Groß Ziecker und Thiessow an der Südspitze haben sich zu beschaulichen Ferienorten entwickelt. Vom Lotsenturm in Thiessow haben Besucher einen weiten Rundblick über die Halbinsel und das Meer bis zur Küste des Festlands.

Museen bewahren die regionale Kultur

Einen Einblick in Kultur und Geschichte der Region geben die Mönchguter Museen. Dazu gehören das Heimatmuseum und der Museumshof in Göhren, das Schulmuseum in Middelhagen, das Pfarrwitwenhaus in Groß Zicker sowie das Fischermuseum in Baabe.

Der Name Mönchgut geht auf das 13. Jahrhundert zurück, als die Halbinsel zum Kloster Eldena bei Greifswald gehörte. Der Mönchgraben nördlich von Baabe markierte die Grenze des Landbesitzes.

Karte: Halbinsel Mönchgut auf Rügen

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