Stand: 28.07.2020 11:40 Uhr

Radtour: Fachwerk, Backsteingotik und Bauhaus

Mitglieder des ADFC Burgdorf bei einer Radtour. © ADFC Celle
Mitglieder des ADFC Burgdorf haben die interessante Tour zusammengestellt.

Mit dem Rad von Burgdorf nach Celle und zurück, ohne einen Streckenabschnitt zweimal zu fahren - das bietet die 62 Kilometer lange Rundtour nordöstlich von Hannover. Sie führt meist über gut befahrbare Wege und vorbei an vielen interessanten Sehenswürdigkeiten. Für Besichtigungen sollte man deshalb genügend Zeit einplanen. Wer es gemütlich angehen möchte, kann die Tour auch in zwei Etappen fahren und an der Strecke übernachten. Außerdem besteht die Möglichkeit, mit der S-Bahn zurück zum Ausgangspunkt zu fahren.

Burgdorf und Hänigsen: Fachwerk und historische Mühle

Die Radtour startet am Bahnhof in Burgdorf. Die Stadt mit 31.000 Einwohnern liegt nordöstlich von Hannover an der Bahnstrecke nach Celle und hat einen historischen Stadtkern mit hübschen Fachwerkhäusern. Die ältesten stehen dicht beieinander in der Straße "Am Brandende". Sie sind das erste Ziel der Tour, bevor es in nordöstlicher Richtung durch den Ortsteil Dachtmissen geht. Von dort sieht man schon von weitem die Bockwindmühle in Hänigsen am Horizont. Sie stammt aus dem Jahr 1704, war mit Unterbrechungen bis 1995 in Betrieb und ist heute eine der wenigen noch voll funktionsfähigen Windmühlen dieses Typs. Am Mühlentag - das ist jeweils der erste Sonntag im September - wird sie in Gang gesetzt und steht Besuchern offen.

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Backsteingotik im Kloster Wienhausen

Weiter geht es Richtung Eicklingen, wo die Strecke über das Flüsschen Fuhse führt. Nächstes Ziel ist Wienhausen. Hier lohnt ein Stopp, um das prächtige Kloster zu besichtigen. Es gilt als ein schönes Beispiel der niederdeutschen Backsteingotik. Als Zisterzienser-Kloster wurde Wienhausen im Jahre 1230 von der Celler Herzogin Agnes von Landsberg gegründet. Seit der Reformation ist es ein evangelisches Damenstift. Die Anlage beherbergt wertvolle Bildteppiche aus dem 14. und 15. Jahrhundert, mittelalterliches Mobiliar sowie eine der ältesten Brillensammlungen der Welt. Auch die malerischen Fachwerkhäuser in der Nähe sowie die Wassermühle am Wienhausener Mühlenkanal sind sehenswert.

Über den Aller-Radweg nach Celle

Blick auf das Celler Schloss im Barockstil. © NDR Foto: Achim Tacke
Neben den zahlreichen Fachwerkhäusern gehört das Barock-Schloss zu Celles Hauptattraktionen.

Von Wienhausen führt die Route durch die schöne Flusslandschaft und zum Teil direkt am Wasser entlang auf dem Aller-Radweg nach Celle. An der Strecke liegt auch der Ort Bockelskamp, der für seinen auf Trödel und Antiquitäten spezialisierten Flohmarkt bekannt ist. Er findet von April bis Oktober etwa monatlich statt. Celle ist reich an Sehenswürdigkeiten. Dazu zählen vor allem das imposante Barock-Schloss und die Altstadt mit ihren etwa 500 restaurierten Fachwerkhäusern.

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Besuch der Kapelle in Otze

Zurück nach Burgdorf führt die Route über Adelheitsdorf, Großmoor und Ehlershausen Richtung Otze. Dort steht eine Kapelle aus dem 14. Jahrhundert mit hölzernem Glockenturm und einem schönen Innenraum. Ein paar Kilometer weiter, in Sorgensen, ist eine weitere Bockwindmühle zu sehen, sie stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist restauriert. Zurück in Burgdorf besteht die Möglichkeit, das Stadtmuseum und die KulturWerkStadt mit ihren wechselnden Ausstellungen zu besuchen.

ADFC bietet auch geführte Touren an

Diese Radtour haben Mitglieder des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs in Burgdorf für die Landpartie ausgesucht. Wer sie nachfahren möchte, kann sich hier die Daten herunterladen. Der ADFC bietet auch geführte Radtouren in der Region an. Jeder kann mitfahren. Kontakt und weitere Informationen finden Sie auf der Website des ADFC Burgdorf-Uetze.

Karte: Rundtour Celle-Burgdorf (Streckenverlauf)

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Dieses Thema im Programm:

Landpartie - Im Norden unterwegs | 17.05.2020 | 20:15 Uhr

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