Stand: 20.06.2019 12:47 Uhr

Graswarder: Die Halbinsel der Vögel

Heiligenhafen verbinden viele mit einem der größten Yachthäfen an der deutschen Ostseeküste. Doch nur wenige Meter entfernt beginnt ein artenreiches Naturschutzgebiet: der Graswarder. Wie ein langer Haken erstreckt sich die Nehrung etwa 2,5 Kilometer parallel zur Ostseeküste.

Salzwiesen, Meer und Möwen

Die Strömung verändert die Halbinsel

Die Halbinsel mit Dünen aus weißem Sand ist schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts ein beliebtes Ausflugsziel. Damals war der Graswarder noch eine Insel und nur per Boot oder über eine Holzbrücke vom Hafen aus zu erreichen. Die Strömung der Ostsee sorgt jedoch seit Jahrhunderten dafür, dass stetig Sand angespült wird. So wuchs der Graswarder Anfang der 1950er-Jahre mit dem westlich gelegenen Steinwarder zusammen. Über die Dammbrücke bekam er damit auch eine Straßenverbindung.  

Mit dem Naturschutzwart auf Vogelschau

Im westlichen Teil des Graswarders stehen in den Dünen an der Meerseite schmucke Villen mit Reetdächern - aufgereiht wie an einer Perlenschnur. Der östliche Bereich ist ebenso wie die Landseite der Natur vorbehalten und seit 1968 Naturschutzgebiet. 1987 wurde die Fläche auf gut 220 Hektar Salzwiesen und Watt ausgedehnt. Sie bietet vielen Vögeln und Pflanzen einen idealen Lebensraum: Sturmmöwen, Graugänsen, Brandgänsen, Austernfischern und Säbelschnäblern. Insgesamt brüten dort mehr als 40 Vogelarten. Für Menschen sind diese Gebiete weitgehend tabu. Nur in Begleitung von Naturschutzwarten dürfen Besucher die Strandwiesen-Landschaft betreten. Der Naturschutzbund (NABU) bietet von Ostern bis Oktober täglich zwei Führungen an, um 10.30 und 15 Uhr. Treffpunkt ist das Blockhaus desNABU-Naturzentrums auf dem Warder. Dort geben Informationstafeln zusätzlich Auskunft über die Naturlandschaft.

Blick bis zur Fehmarnsundbrücke

Der Graswarder lässt sich ausschließlich zu Fuß erkunden, Autos müssen auf einem Parkplatz am Yachthafen stehen bleiben. Ein Spazierweg führt von dort zum Naturzentrum und endet nach insgesamt etwa 1,5 Kilometern an einem zwölf Meter hohen Aussichtsturm. Er sorgt für einen Blick auf den Warder, Heiligenhafen und über die Ostsee bis zur Fehmarnsundbrücke mit ihrem markanten Bogen. Für den Rückweg empfiehlt sich ein Spaziergang am Strand entlang.

Villa am Meer von oben aufgenommen

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Karte: Heiligenhafen und der Graswarder
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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 24.03.2019 | 19:30 Uhr

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