Blick auf das Hamburger Rathaus und die Binnenalster mit Wasserfontäne. © fotolia Foto: thorabeti
Blick auf das Hamburger Rathaus und die Binnenalster mit Wasserfontäne. © fotolia Foto: thorabeti

Die Alster - Hamburgs blaue Mitte

Stand: 17.02.2021 15:15 Uhr

Nur wenige Kilometer nördlich von Hamburg entspringt die Alster als unauffälliges Flüsschen, das sich gemächlich ins Herz der Hansestadt schlängelt. In der Innenstadt bildet sie einen großen See.

Außen- und Binnenalster prägen das Stadtbild, der Park am Westufer der Außenalster ist ein wichtiges Erholungsgebiet mitten im Zentrum, auf dem Wasser sind an schönen Tagen zahllose Paddler Segler und Ruderer unterwegs. Ihre Quelle hat die Alster bei Henstedt-Ulzburg in Südholstein. Von dort fließt sie in mehreren Schleifen nach Hamburg, wo sie nach 56 Kilometern in die Elbe mündet.

Im Mittelalter zum See aufgestaut

Luftbild der Hamburger Außenalster © imago images / Westend61
Die Außenalster prägt das nördliche Zentrum Hamburgs.

1190 ließ Graf Adolf III., damals weltlicher Herrscher über Hamburg, den Fluss durch einen Damm aufstauen, um dort eine Kornmühle zu betreiben. Im 17. Jahrhundert wurde der Mühlenteich durch die Errichtung der Wallanlagen in zwei Teile getrennt - so entstanden die Außen- und die Binnenalster, über den Durchfluss führte eine Holzbrücke. Heute verlaufen Auto- und Bahnverkehr an dieser Stelle über die Lombards- und die Kennedybrücke.

Spaziergang um Binnen- und Außenalster

Entdecken lässt sich die Alster auf vielfältige Weise. Einen ersten schönen Blick auf das Wasser erhaschen alle, die mit dem Zug oder der S-Bahn vom Hauptbahnhof zum Dammtorbahnhof fahren und dabei die Lombardsbrücke überqueren. Zu Fuß ist der etwa zehn Kilometer lange Weg um Binnen- und Außenalster in zwei bis drei Stunden bewältigen. Die Strecke um die Außenalster misst etwa siebeneinhalb Kilometer und ist vor allem bei Läufern beliebt. Halbkilometersteine und eine fest installierte Zeitmessanlage bieten den Sportlern Orientierung.

Auf dem Wasser unterwegs mit den Alsterdampfern

Ein Alsterdampfer und zwei Paddler auf der Alster in Winterhude. © imago images/CHROMORANGE
Die Alster und ihre Kanälen teilen sich die Alsterdampfer mit Freizeitsportlern.

Wem das zu lang ist, der steigt unterwegs einfach aufs Boot um. Die Alsterdampfer verkehren während der Saison (Ende März bis Ende Oktober) halbstündlich und fahren insgesamt neun Stationen an, darunter den Jungfernstieg, das Atlantic-Hotel und den Alsterpark. Außerdem gibt es zahlreiche spezielle Rundfahrten, einige Schiffe steuern neben der Alster auch die umliegenden Kanäle an. Teilweise sind die Schiff auch im Winter unterwegs. Ein besonderes Erlebnis ist eine Fahrt mit dem 1876 erbauten Alsterdampfer St. Georg. Er ist das älteste fahrtüchtige Dampfschiff Deutschlands und der einzige Alsterdampfer, der immer noch rein mit Dampf fährt.

Natürlich kann jeder auch selbst auf dem Wasser aktiv werden, mehrere Bootsverleihe vermieten Ruder-, Tret- und Segelboote sowie Kanus und SUP-Boards.

Radeln und Paddeln am Alsterlauf

Auenlandschaft am Oberlauf der Alster © NDR Foto: Irene Altenmüller
Ein Wasserlauf inmitten von üppigem Grün - so präsentiert sich die Oberalster.

Weiter nördlich wird es entlang des Alsterlaufes immer grüner - ein ideales Revier für Paddler, aber auch für Radfahrer und Jogger auf dem Alsterwanderweg. Eine schöne Strecke führt vom Zentrum aus fast ohne Unterbrechungen direkt an der Alster entlang bis nach Poppenbüttel - ab Ohlsdorf in zahlreichen Schleifen und durch viel Grün. Von der Poppenbütteler Schleuse können Paddler eine Tour Richtung Norden unternehmen, sie führt über zwölf Kilometer bis zur Schleuse im schleswig-holsteinischen Wulksfelde.

Die Alster-Schwäne: Schwimmende Wahrzeichen

Mehrer Schwäne auf der Kleinen Alster in Hamburg dahinter die Alsterarkaden . © imago images/Shotshop Foto: Erwin Wodicka
Die Alsterschwäne gehören zum Stadtbild und kommen jeden Herbst ins Winterquartier.

Eine Institution und zugleich ein Hamburger Wahrzeichen sind die Alsterschwäne. Im Herbst fängt ein eigens von der Stadt Hamburg eingesetzter "Schwanenvater" die mehr als hundert Tiere ein und bringt sie zum Mühlenteich, wo sie eisfrei überwintern können und Futter bekommen. Sobald es im Frühjahr warm genug ist, kehren die Tiere auf die Alster zurück.

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