Stand: 15.03.2019 20:04 Uhr

Bewegungstherapie bei Fatigue

Es klingt paradox, aber: Passender Ausdauersport und überwachtes Krafttraining sind meist ein hervorragendes Mittel, die chronische Müdigkeit zu überwinden. Vielfach lohnt es sich für Betroffene zudem, eine Entspannungstechnik wie Yoga, Qigong, Meditation, progressive Muskelrelaxation oder autogenes Training zu erlernen.

Wie Bewegung beim Erschöpfungssyndrom hilft

Durch regelmäßige Bewegung bessern sich die Kondition und die Kreislaufgesundheit. Körperliches Training stärkt nicht nur die Muskeln, sondern auch die Abwehrkräfte. Der Stoffwechsel profitiert von richtig dosierten Belastungsreizen. Bewegung reduziert unter anderem den Stresshormonspiegel und wirkt dadurch wie ein sanftes Schlafmittel: Wer ausreichend körperlich aktiv ist, schläft besser ein und tiefer und sich effektiver erholen.

Das optimale Training

Pauschale Empfehlungen sind schwierig. Es kommt auf den individuellen Trainingszustand an, außerdem ist je nach Phase der Krebserkrankung und -behandlung die empfehlenswerte Dosierung verschieden. Am besten bespricht man das richtige Trainingspensum zusammen mit seinem Arzt oder einem erfahrenen Sportmediziner.

Generell ist wichtig, langsam einzusteigen, sich nicht zu überfordern (nicht an Kursen oder Zielen für Gesunde orientieren) und vor allem: einen Sport auszuwählen, der Spaß macht! Optimal wäre eine Mischung aus Kraft- und Ausdauertraining, gern kombiniert mit Elementen zur Schulung von Flexibilität und Koordination.

Ergänzende Hinweise

Nach jedem Training - insbesondere forderndem Krafttraining - muss eine  Regenerationsphase stattfinden, um den Körper nicht zu überfordern. Zudem ist auf eine angemessene Ernährung zu achten.

Frau faltet ihre Hände vor dem Körper. © colourbox

AUDIO: Progressive Muskelentspannung nach Jacobson (17 Min)

Dieses Thema im Programm:

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