Stand: 27.05.2019 11:43 Uhr  | Archiv

Glücksburg: Vielseitiges Ostseebad an der Förde

Wasser, Wiesen, Wälder: Glücksburg liegt idyllisch hoch im Norden an der Flensburger Förde gegenüber der dänischen Küste. Bekannt ist das Ostseeheilbad für eine vielfältige und naturbelassene Küste sowie das schöne Wasserschloss. In dem schneeweißen Bau von 1587 residierten einst die Herzöge von Glücksburg, später das dänische Königshaus.

Seit 1923 ist das Renaissanceschloss ein Museum. Besucher können es samt Keller, Kapelle und Park besichtigen. Die umfangreiche Sammlung umfasst Gemälde, Skulpturen, Möbel, Porzellan, Silber und Waffen. Eine Besonderheit sind die kostbaren niederländischen und flandrischen Wandteppiche sowie Ledertapeten. Paare haben die Möglichkeit, sich in dem fürstlichen Ambiente trauen zu lassen und zu feiern. Die Zeremonie findet im Schlossturm oder der Kapelle statt, gespeist wird im Esszimmer oder in verschiedenen Sälen. Regelmäßig lädt das Schloss außerdem zu Veranstaltungen wie Konzerten und Ausstellungen ein.

Blütenträume im Rosarium

Gleich neben dem Schloss liegt das Rosarium, ein Ort für Garten- und Pflanzenfreunde. Auf dem Gelände der früheren Schlossgärtnerei wachsen und blühen mehr als 550 Rosensorten, darunter Wildrosen, historische und englische Rosen sowie herrliche Kletterrosen. Das Rosarium ist von Mai bis Oktober geöffnet, der Eintritt ist frei. Ab Mitte Juni stehen die meisten Pflanzen in voller Blüte. Ende August erfreuen viele Rosen die Besucher mit einer zweiten Blüte, die bis in den Herbst hineinreicht.

Traditionsreiches Seebad mit Stränden und Kureinrichtungen

Kurpromenade in Glücksburg © PSC Studio Fischer Foto: Udo Fischer
Bummelmeile an der Förde: die neue Kurpromenade mit Schiffsanleger.

Glücksburg selbst ist seit 1872 Seebad mit Kurhaus und -zentrum. Gesundheit und Entspannung haben hier Tradition. Es gibt zahlreiche Kur- und Wellness-Einrichtungen wie den Kurpark, ein Reha-Zentrum, eine Klinik sowie eine Therme mit Kinderbereich und mehreren Saunen. Und natürlich bietet Glücksburg als Ostseebad auch Strände - den gepflegten Kurstrand an der neuen Seebrücke, den Naturstrand Quellental und den Strand Holnis Drei auf der gleichnamigen Halbinsel. Entlang der Flensburger Förde lädt eine Promenade zum Spazierengehen ein, die den Kurstrand mit dem südlichen Yachthafen verbindet. Wassersportler finden nahe der 6.000-Einwohner-Stadt mit zwei Yachthäfen, einer traditionsreichen Segelschule und Tauchrevieren ebenfalls gute Bedingungen.

Blick in die Sterne

Das Glücksburger Menke-Planetarium unter hohen Laubbäumen  Foto: Janine Kühl
Nur wenige Meter vom Yachthafen entfernt liegt das Glücksburger Menke-Planetarium.

Auf einer Anhöhe in der Fördestraße steht Glücksburgs Planetarium. Die einst private Anlage mit Sternwarte gehört seit 2000 zur Hochschule Flensburg. Das Planetarium bietet regelmäßig Vorführungen, Vorträge und Musikshows an. Dabei werden der Sternenhimmel oder andere Bilder in 360 Grad auf die Kuppel projiziert. Von den beiden Beobachtungskuppeln der Sternwarte aus können Besucher durch Teleskope bei klarer Sicht Planeten wie den Jupiter beobachten.

Paradies für Wanderer und Radfahrer

Die Region um Glücksburg ist ein Paradies für Radfahrer und Wanderer. Ob in den an die Stadt grenzenden Wäldern oder in der hügeligen Wiesenlandschaft im Osten, ein weit verzweigtes Netz von befestigten Wegen und schmalen Pfaden durchzieht die reizvolle Gegend. So beginnt etwa der fast 100 Kilometer lange Fördestieg an der dänischen Grenze und verläuft über die Halbinsel Holnis bis zur Geltinger Birk an der Außenförde. Auch Freunde des Nordic Walking kommen auf ihre Kosten. Mehrere ausgeschilderte Routen mit unterschiedlichen Profilen führen vorbei an Steingräbern, Waldseen und natürlich ans Meer. Ausführliches Kartenmaterial hält die Touristinformation Glücksburg bereit.

Natur und Strand: Die Halbinsel Holnis

Blick auf die Halbinsel Holnis und die Flensburger Förde © Tourismusregion Flensburger Förde
Idylle pur: Blick von der Halbinsel Holnis auf die Flensburger Förde.

Ob mit dem Fahrrad oder zu Fuß - ein lohnenswertes Ziel ist die idyllische Halbinsel Holnis, die zum größten Teil unter Naturschutz steht. Sie ist etwa sechs Kilometer lang, liegt nördlich von Glücksburg in der Flensburger Förde und vereint auf kleinem Raum mehrere Landschaftsarten: Wiesen, Felder, Wald, Knicks sowie Feucht- und Salzwiesen und eine Steilküste - das Holnis Kliff. Viele Tiere, besonders Vögel, haben hier einen idealen, geschützten Lebensraum gefunden. Nach Angaben des Naturschutzbundes Deutschland wurden auf Holnis bisher etwa 130 Vogelarten beobachtet, darunter Austernfischer, Uferschwalbe und Kiebitz. Ausgeschilderte Wanderwege führen durch das Naturschutzgebiet. Für Interessierte bietet der NABU geführte Wanderungen an. An heißen Sommertagen lädt der schmale Strand am Nordzipfel der Halbinsel zu einer Erholungspause ein.

Strand Drei auf der Halbinsel Holnis © TAFF/Benjamin Nolte
Strand Holnis Drei ist auch im Hochsommer nicht überfüllt.

Auch für Badefans und Urlauber hat Holnis etwas zu bieten: In dem kleinen Örtchen Drei an der Außenförde gibt es einen schönen Sandstrand mit einer Flachwasserzone für Kinder. Zudem herrschen an dem drei Kilometer langen Strand ideale Bedingungen für Kite- und Windsurfer. Anfänger können in der örtlichen Surfschule erste Versuche auf dem Brett wagen.

Karte: Glücksburg und Halbinsel Holnis

Dieses Thema im Programm:

Nordtour | 21.12.2019 | 18:00 Uhr

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