Stand: 24.10.2016 10:43 Uhr

Zwischen Tradition und Moderne: Braunschweig

Das fröhliche Rizzi-Haus

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Bunt und fröhlich: Das Rizzi-Haus ist ein beliebtes Fotomotiv.

Das moderne Braunschweig zeigt sich bunt. Rosa, Gelb, Grün, Rot, mit Tupfen, Herzen und Figuren: Wer durch das Magniviertel bummelt, traut zunächst seinen Augen nicht, denn dort leuchten bemalte, lachende Häusertürme im Comic-Stil. Der international bekannte New Yorker Künstler James Rizzi hat sie auf Initiative des Galeristen Olaf Jaeschke und des Architekten Konrad Kloster gestaltet. Formen und Farben bilden bewusst einen Gegensatz zu unseren üblichen Bau- und Sehgewohnheiten. Das Happy Rizzi Haus besteht aus mehreren Baukörpern und ist eine begehbare Bauskulptur. Da das Gebäude als Bürohaus genutzt wird, ist es allerdings nicht öffentlich zugänglich.

Einkaufsmeile hinter Schloss-Fassade

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Außen scheinbar alt, innen ein Einkaufszentrum: das Schloss.

Eine nicht unumstrittene Mischung von Kultur und Konsum bietet das 2007 wieder aufgebaute Residenzschloss aus dem 18. Jahrhundert. Hinter der originalgetreu rekonstruierten Fassade befindet sich eine Einkaufsgalerie mit mehr als 150 Geschäften, Cafés und Restaurants. Daher nennen die Braunschweiger das Gebäude auch gern als "Vorhängeschloss". Außerdem enthält der Gebäudekomplex die Stadtbücherei, das Kulturbüro und in der Beletage im Nordflügel ein 600 Quadratmeter großes Schlossmuseum.

Schlossmuseum gewährt Einblicke in das Leben der Fürsten

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Das Museum zeigt unter anderem ein historisches Arbeitszimmer der Fürsten.

Für das Museum wurden fünf repräsentative Säle nach historischen Vorlagen rekonstruiert. Wandverkleidungen und Möbel bestehen überwiegend aus historischen Stücken, die Museen und Sammler zur Verfügung gestellt haben. So bekommen Besucher einen Eindruck davon, wie die braunschweigischen Herzöge zwischen 1830 und 1918 gelebt haben. Auf Informationstafeln haben die Gestalter bewusst verzichtet, um den historischen Gesamteindruck nicht zu stören. Wer mehr über das Leben im Schloss und die Bedeutung der Fürsten für die Stadt Braunschweig erfahren möchte, kann sich in einem getrennten Raum, dem Weißen Saal, informieren: An einer festlichen Tafel bekommen Besucher dort ein elektronisches "historisches Menü" serviert.

Auf zehn Monitoren, die in den Tisch eingelassen wurden, erfahren sie im Schlossmuseum alles über die einstigen Herrscher, die Welfen, sowie über die Geschichte des Schlosses bis zu seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und den Wiederaufbau in diesem Jahrhundert.

Klosteranlage Riddagshausen

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Die stattliche Kirche gehörte einst zu einer großen Klosteranlage.

Eines der ältesten gotischen Bauwerke in Deutschland steht in dem östlichen Braunschweiger Stadtteil Riddagshausen: die Klosterkirche St. Mariae von 1275. Sie gehörte einst zu einem Zisterzienserkloster, das Mönche Mitte des 12. Jahrhunderts errichtet hatten. Von der Anlage sind heute neben der Kirche nur noch das Torhaus, die Klostermauer sowie die Frauen- und Siechenkapelle erhalten. Außerdem gibt es einen schönen Klostergarten, der nach alten Plänen rekonstruiert wurde, und mehrere Teiche. Sie entstanden, als Mönche das sumpfige Land einst trockenlegten.

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | 03.01.2017 | 11:55 Uhr

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