Stand: 25.02.2018 10:17 Uhr

Bewegungstherapie bei Knie-Arthrose

Naturgemäß versucht man, ein schmerzendes Gelenk zu schonen. Das empfiehlt sich aber lediglich im akuten Entzündungsstadium, wenn es gerötet und geschwollen ist. Auf die Dauer macht fehlende Bewegung kranke Gelenke noch steifer und schmerzhafter, denn der umgebende Bandapparat verkürzt sich und wird unflexibel. Bewegung dagegen stärkt die stützende Muskulatur und fördert die Durchblutung. Außerdem wird nur bei Belastung die wichtige Gelenkflüssigkeit durch den Gelenkknorpel gepumpt, die ihn ernährt und das Gelenk "schmiert".

Wie Bewegung die Knieschmerzen lindert

Die Knie-Bewegung wird durch vier Muskeln am Oberschenkel gesteuert. Sind die das Gelenk umgebenden Muskeln kräftig und ausbalanciert, dann kann die Bewegung optimal funktionieren. Sind die Muskeln zu schwach oder nicht in Balance, dann droht früher Verschleiß durch erhöhte oder falsche Belastung der Gelenkknorpel.

Physiotherapeutin Svea Köhlmoos zeigt passende Übungen

Das optimale Training

Mit geeigneten Übungen lässt sich das Knie stabilisieren. Gleichgewichtsübungen auf dem Wackelbrett verbessern die Steuerung des Kniegelenks, die sogenannte Propriozeption (Eigenempfindung). Das Knie lernt dabei wahrzunehmen, wo es sich im Raum befindet und welche Muskeln angespannt werden müssen. Krafttraining festigt das Knie zusätzlich.

Geeignete Übungen zur Propriozeption finden Sie oben im Video.

Es hilft, tägliche Rituale mit den Übungen zu verknüpfen - zum Beispiel morgens beim Nachrichtenhören oder abends beim Fernsehschauen das Wackelbrett hervorholen. Auch beim Zähneputzen kann man wunderbar auf einem Bein balancieren.

Stand-up Paddling (SUP)

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Mit Stand-up-Paddling gegen die Arthrose: Christian Sturm übt mit Ralf R. und einer Trainerin das Balancieren auf dem Wasser.

Stehpaddeln ist ein Trendsport. Man steht dabei aufrecht auf einer Art Surfbrett und paddelt mit einem Stechpaddel, ähnlich wie beim Kanufahren. Das Knie wird dabei wie auf einem Wackelbrett trainiert, denn durch die Wellen muss das Gelenk ständig die Position ausgleichen. Das kräftigt die Muskeln, die das Knie stabilisieren, und korrigiert auch die Dysbalancen.

Immer mehr Wassersportvereine (zum Beispiel Surf- oder Kanuklubs) bieten SUP an. Auch in manchen Hallenbädern kann man Ausrüstung leihen und/oder Kurse machen.

Dieses Thema im Programm:

Die Bewegungs-Docs | 26.02.2018 | 21:15 Uhr

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