Das Gespräch

Gast: Werner Bätzing

Samstag, 14. März 2020, 18:00 bis 18:30 Uhr

Wieso wählen sehr viel mehr Menschen auf dem Land rechte Protestparteien als in den Städten? Was hat das alles mit dem erbitterten Widerstand der Landbevölkerung gegen die Rückkehr des Wolfs zu tun? Gibt es ein Politikversagen, das sich weniger auf die Städte, aber ganz eklatant auf Agrarpolitik, Gebietsreform und insgesamt die Entwicklung des Landes bezieht? Der Kulturgeograph Werner Bätzing hat nach seinem weithin beachteten Buch über die Alpen nun ein neues Werk vorgelegt: "Das Landleben - Geschichte und Zukunft einer gefährdeten Lebensform".

Werner Bätzing © dpa Foto: Daniel Karmann
Werner Bätzing wurde 2014 mit der Bayerischen Staatsmedaille für besondere Verdienste um die Umwelt ausgezeichnet.

Von 1950 bis heute gingen 90 Prozent aller Landwirtschaftsbetriebe in Deutschland verloren, so Bätzing. Der Löwenanteil der EU-Subventionen wird an Großbauern gezahlt, während die Politiker viel von einer Umstellung auf eine ökologische Landwirtschaft sprechen. Bisher sind in Deutschland allerdings nur sieben Prozent aller Betriebe "Bio".

Im Gespräch mit Brigitte Neumann erläutert der Kulturgeograph, wie das Land zum Verlierer der wirtschaftlichen Entwicklung wurde und wie eine Aufwertung des Landlebens aussehen könnte - jenseits von rechtem Heimatidyll.

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