Digital an Bord am "Tag der Seenotretter"

Stand: 25.07.2021 19:21 Uhr

Auch in diesem Jahr hat der "Tag der Seenotretter" ausschließlich im Internet stattgefunden. Interessierte hatten die Möglichkeit, online Einblicke in die Arbeit der Retter zu bekommen.

"Tausende von Besuchern innerhalb weniger Stunden auf engstem Raum an Bord zahlreicher Rettungseinheiten an Nord- und Ostsee - das ist leider noch nicht wieder möglich", teilte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit. Dennoch sollten Gäste im Netz erfahren, wie die Arbeit der Frauen und Männer an Bord und an Land zwischen Borkum im Westen, List auf Sylt im Norden und Ueckermünde im Osten abläuft.

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Der Seenotrettungskreuzer "Hermann Marwede" auf dem Meer. Im Hintergrund ein voll beladenes Containerschiff. © Die Seenotretter – DGzRS

Virtueller Live-Besuch auf DGzRS-Seenotrettungskreuzer auf Helgoland

Corona-bedingt zeigen die Helfer der DGzRS im Internet, was sie und ihre Schiffe können. Interessierte konnten bei Live-Streams dabei sein. mehr

Filme, Interviews und online an Deck

Dafür seien Filmbeiträge aus der Welt der Seenotretter gedreht worden. Dort kommen etwa Einsatzkräfte zu Wort und erzählen von ihren Erfahrungen. Zudem konnten auch digital zwei Stationen besucht werden. Unter anderem ging es beim sogenannten Open Ship auf Helgoland an Bord des größten Seenotrettungskreuzers "Hermann Marwede". Die Beiträge sind auf der Internetseite der Seenotretter zu sehen. Bereits im vergangenen Jahr war der Tag ins Netz verlegt worden.

1.720 Einsätze im Jahr 2020

Für die DGzRS ist der traditionelle Aktionstag besonders wichtig, weil die Arbeit der Seenotrettung ausschließlich durch Spenden und freiwillige Beiträge finanziert wird. Im vergangenen Jahr waren die Menschen, die für die Seenotrettung unterwegs sind, nach eigenen Angaben in 1.720 Fällen auf Nord- und Ostsee im Einsatz. Dabei sei für rund 3.500 Personen Hilfe geleistet worden. 360 davon befreiten die Teams aus Seenot oder anderen Gefahren. Seit Gründung der DGzRS vor mehr als 155 Jahren wurden rund 85.600 Menschen gerettet.

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Zwei Schiffe vor einer Mauer aus Steinen - dazu ein Schlauchboot: Seenotretter helfen einem manövrierunfähigen Schiff in den Hafen nach Tarnewitz zu kommen. (Foto: DGzRS) © DGZRS Foto: DGZRS

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Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 25.07.2021 | 19:30 Uhr

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