Am Morgen vorgelesen

Die Sonnabend-Story: Hintergedanken eines Überläufers

Samstag, 19. Mai 2018, 08:30 bis 09:00 Uhr

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Irene Dische. Seit ihrem Erzählungsband "Fromme Lügen" eine feste Größe der deutschen Gegenwartsliteratur.

Bereits ihr erstes Buch, der Erzählungsband "Fromme Lügen" von 1989, wurde ein Bestseller. Bis dahin war Irene Dische bei uns eine Unbekannte. Geboren 1952 in New York als Tochter deutscher Emigranten, studierte sie Literatur und Anthropologie an der Harvard-Universität, arbeitete als Journalistin und verlegte ihren Wohnsitz 1977 nach Berlin. Seitdem pendelt sie zwischen Deutschland und den USA, zwischen Berlin und Rhinebeck.

Sie schreibt in englischer Sprache, aber ihr Debütbuch, der erwähnte Erzählungsband "Fromme Lügen", erschien zuerst in deutscher Übersetzung in Hans Magnus Enzensbergers "Anderer Bibliothek". Das Buch ist seither in viele andere Sprachen übersetzt worden. 1993 veröffentlichte Irene Dische ihren ersten Roman "Ein fremdes Gefühl oder Veränderungen über einen Deutschen", eine romanhafte Analyse deutscher Mentalität – mit kritischem oder skeptischem Blick auf die deutsche Einheit, deren jähes Zustandekommen die Autorin in Berlin miterlebte. 2005 erschien ihr viel gepriesener autobiographischer Roman "Großmama packt aus". Und zuletzt veröffentlichte sie ihren New-York-Roman "Schwarz und Weiß", mit dem sie auch zu Gast war in unserer Reihe Sonntagsstudio: Autoren lesen. Immer noch sticht ihr erster Erzählungsband aus ihrem Werk ganz besonders hervor.

Am kommenden Sonnabend, 26. Mai, ist Irene Dische zu Gast in unserer Reihe Das Gespräch, moderiert von Claudia Christophersen, ab 18 Uhr, gleich im Anschluss an die Nachrichten.

Leider können wir diese Lesung aus rechtlichen Gründen nicht zum Nachhören anbieten.

Weitere Informationen

Autoren lesen: Irene Dische

15.04.2018 20:00 Uhr

Mit "Schwarz und Weiß" durchschreitet Irene Dische die letzten drei Jahrzehnte des letzten Jahrtausends. Eine böse Abrechnung mit dem amerikanischen Traum. mehr