Nils-Momme Stockmann, Chralotte Simon und Toben Piel (v.l.) während der Aufnahmen im Studio. © NDR/Nils-Momme Stockmann Foto: Nils-Momme Stockmann

Der sich langsam WIRKLICH etwas seltsam entwickelnde Kongress der Thanatologen (2013)

Sendung: Hörspiel | 30.09.2020 | 20:05 Uhr | von Nis-Momme Stockmann und Les trucs 89 Min | Verfügbar bis 29.09.2021

Hörspiel von Nis-Momme Stockmann und Les Trucs.

Wir befinden uns auf dem 125. Kongress der deutschsprachigen Thanatologen. Handlungsort dieser Fachtagung: Die Turnhalle der Geschwister-Scholl-Grundschule Olsberg im Hochsauerlandkreis. Das mittelrunde Jubiläum wird mit einem – erstmalig - musikalischen Schwerpunkt gefeiert: „Die Zukunft der Trauermusik“. Wie sehr das Thema „Tod“ gesellschaftlich nivelliert wird, zeigt sich auch in diesem Bereich wieder einmal eindrucksvoll: Während sogar Flughäfen oder Fahrstühle auf umfangreiche musikalische Kataloge verweisen können, hat die Musik für den menschlichen Beisetzungsakt innerhalb der vergangen 200 Jahre kaum nennenswerte Impulse erfahren. Um diese entscheidende Komponente für ein ästhetisch-erhebendes Trauerritual zu befruchten, so verkündet der Leiter der „Thanatologischen Gesellschaft“ in seiner Eröffnungsrede mit gehörigem Stolz, wird am Ende des Kongresses in Kooperation mit der "Thanatologie heute" der Innovationspreis „Trauermusik“ vergeben: „Denn das konkrete Ereignis der Bestattung ist die Maske des Todes, der Schlüssel zum Tor seines Denkraums, die Pforte zu ihm als Kulturpraxis.“ Doch noch bevor es nach einem WIRKLICH langen Intro richtig losgehen könnte, sorgt ein Projektil für den vorläufigen Höhepunkt: Der Mord an Professor Sebersdorsch-Malzhausen auf offener Bühne. Während sich wissenschaftliches mit persönlichem Interesse der ermittelnden Teilnehmer*innen vermischt, zeigt sich, wie sehr der Umgang mit dem Tod eine Sache der Lebenden ist. Fünf Akteur*innen, zwei Musiker*innen, ein Tonmeister und ein Autor in mehr als fünfzig Rollen einer Satire über den Tod an sich und den Wissenschaftsbetrieb als solchen.

Mit Joy Maria Bai als Franziska von Oettingen, E-Wächter, Gritti, Fink und andere. Moritz Grove als Leopold Bartholdy Freiherr von Wargina, Wulfi, Mann mit Kamera, Bronck-Fratzberg, Zachowiak, O-Wächter, Von Hahn, Schneider-Dörrle, Echsenmensch und andere. Franziska Machens als Sabine Kollwitz, Frau des Mannes mit Kamera, I-Wächter, Levon Coral, Bargelsdorf und andere. Anne Tismer als Lene Rothschild, Maschinenelfe Walter, Fresserin, A-Wächter, Polizei und andere. Leon Ullrich als Sebersdorsch-Malzhausen, Leopold Saarlands-Wagner, Wehrlich, Henri Lombardi, Beyersdorf und andere. Herbert Fritsch als Zwischenstimme sowie Charlotte Simon als Nikita, Fachjournalistin und andere. Toben Piel als U-Wächter, Wan Hin Chao, Lautsprecherstimme
Sebastian Löffler als Hausmeister, Polizei und Thorleif Thorleifson
und Nis-Momme Stockmann als Tim Würfel, Wehrlich, Brit und Bråd Bergström, Borgmann und Bilgur Bergqvist, Borodim, Baldurin, Bilflin und Peacefrog.

Ton: Sebastian Löffler.
Musik, Montage und Sounddesign: Les Trucs.
Regie: Nis-Momme Stockmann und Les Trucs.
Produktion: NDR 2020.

Verfügbar bis 29.09.2021

https://ndr.de/radiokunst

Nils-Momme Stockmann, Chralotte Simon und Toben Piel (v.l.) während der Aufnahmen im Studio. © NDR/Nils-Momme Stockmann Foto: Nils-Momme Stockmann

Hörspiel: Thanatologen unter sich

Der 125. Kongress der deutschsprachigen Thanatologen. Jubiläumsthema: "Die Zukunft der Trauermusik“. Eine Satire über den Tod und den Wissenschaftsbetrieb von Nis-Momme Stockmann und Les Trucs. mehr

Cover: NDR Hörspiel Box © Photocase Foto: busdriverjens

Hörspiele

Egal ob Krimi oder Komödie, Audioexperiment oder eine bewegende Story – hier finden Sie ein passendes Hörspiel für Ihre Stimmung. mehr