Das Gespräch

Gast: Christina Ihle

Sonntag, 14. August 2022, 13:00 bis 13:30 Uhr

Ein Taliban-Kämpfer in Kabul hält eine Kalaschnikow, während im Hintergrund Frauen in Burkas sitzen. © picture alliance/dpa/AP Foto: Ebrahim Noroozi
Ein Taliban-Kämpfer in Kabul hält eine Kalaschnikow, während im Hintergrund Frauen in Burkas sitzen. © picture alliance/dpa/AP Foto: Ebrahim Noroozi
Seit der Machtergreifung der Taliban hat sich das Leben von Frauen und Mädchen in Afghanistan spürbar eingeschränkt.

Am 15. August 2021 haben die Taliban in Afghanistan die Lücke ausgenutzt, die die internationalen Truppen bei ihrem überstürzten Abzug hinterlassen haben. Allen Beteuerungen zum Trotz, sie seien nicht wie die Taliban, die Afghanistan von 1996 bis 2001 tyrannisiert haben, schränken die neuen Machthaber die Rechte der Zivilbevölkerung seit nunmehr einem Jahr immer weiter ein - vor allem die der Frauen. Ihnen wird der Zugang zu Schulen und Universitäten erschwert und neuerlich eine Verschleierung aufgezwungen.

In Hamburg setzt sich der vor 30 Jahren gegründete und erst von Roger Willemsen mit Leib und Seele, heute von Herbert Grönemeyer tatkräftig unterstütze Afghanische Frauenverein für die Rechte von Mädchen und Frauen in Afghanistan ein. Er unterhält selbst Schulen und Hilfsstationen, bohrt Brunnen und leistet vor Ort Nothilfe. Dessen Geschäftsführerin Christina Ihle berichtet im Gespräch mit Jürgen Deppe aus ihrer täglichen Erfahrung, wie es momentan um die Situation der Frauen in Afghanistan steht und was getan werden kann.

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