Stand: 19.03.2020 17:09 Uhr  - NDR 90,3

25 Millionen Euro Soforthilfe für Hamburgs Kultur

von Daniel Kaiser

Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD) will die von der Corona-Krise betroffene Kulturszene schnell unterstützen. Dazu werden 25 Millionen Euro für Soforthilfen in den Haushalt der Kulturbehörde transferiert, wie Brosda am Donnerstag sagte. Geplant sei, in der kommenden Woche mit der Soforthilfe zu beginnen. Im Bund seien bei den Hilfsangeboten Summen im Spiel, die mehrere Hamburger Haushaltsjahre umfassten. 

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Nothilfe-Fonds und Unterstützung von Privattheatern

Mit dem Geld sollen beispielsweise Privattheater und Musikclubs unterstützt werden. Außerdem ist ein Nothilfe-Fonds für Künstlerinnen und Künstler, die bislang nicht in den bisherigen Förderprogrammen auftauchen, geplant. "Wer jetzt schon mit dem Rücken zur Wand steht und nicht weiß, wie es weitergeht, für den gibt es die Grundsicherung für Selbstständige", sagte Brosda. "Man kann zum Jobcenter gehen, man bekommt die Miete, die Heizung, die Krankenversicherung und einen Lebensunterhalt", so der Kultursenator weiter. Niemand müsse in Deutschland ins Bodenlose fallen. Er appelliere an alle, auch diese Möglichkeiten des Sozialstaats zu nutzen. Ausdrücklich empfahl Brosda Kurzarbeit auch in Kulturunternehmen: "Das ist nicht nur etwas für große Betriebe. Es ist für alle gedacht, die keine Möglichkeit haben, ihr Geschäftsmodell aufrechtzuerhalten."

Neben der Gesundheit der Bevölkerung müsse es darum gehen, die wirtschaftliche und auch kulturelle Infrastruktur zu bewahren. "Wir hoffen ja, dass wir eine große Party feiern, wenn das alles vorbei ist", so der Kultursenator. "Dazu müssen dann aber auch die Orte da sein, an denen wir das machen können."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | Kulturjournal | 19.03.2020 | 19:05 Uhr

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