NDR Kultur kontrovers

Gequält und verhätschelt - Wir und das Tier

Dienstag, 22. Januar 2019, 19:30 bis 20:00 Uhr

Jagdhelfer tragen ein totes Wildschwein. © picture alliance Foto: Sebastian Willnow

Die "kontrovers"-Sendung zum Nachhören

NDR Kultur -

Die aktuelle NDR Debatte kreist um unseren widersprüchlichen Umgang mit dem Tier. In der Sendung "NDR Kultur kontrovers" diskutieren dazu Hilal Sezgin und Florian Asche.

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Sind Haustiere unsere Freunde? Wie sollten wir sie dann behandeln? Worauf ist der Anspruch überhaupt gegründet, Tiere halten zu dürfen? Sollten Tiere nicht wie Menschen über geschützte Rechte verfügen, etwa über ein Recht auf Freiheit?

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Dr. Florian Asche, Ulrich Kühn und Hilal Sezgin im NDR Kultur Studio.

Wenn es ums Tierwohl geht, stellen sich Fragen in Hülle und Fülle. Manche umhegen "ihre" Tiere, als wären sie Kinder, kleiden sie ein, verwöhnen sie mit edlem Futter und bringen sie, wenn sie krank sind, zum Tierheilpraktiker. Ist das Ausdruck von Empathie, ethisch vorzügliches Verhalten - oder ein großes Missverständnis, ethisch und evolutionsbiologisch?

Seit Jahrtausenden jagen wir Tiere, züchten sie, töten sie, essen sie auf. Vergehen wir uns damit an der Kreatur oder handeln wir, im Gegenteil, im Sinne der Natur? Wo schlägt Tierhaltung, wo schlägt Fürsorge fürs Tier um in Tierquälerei? Um unseren widersprüchlichen Umgang mit dem Tier kreist die aktuelle NDR Debatte, und einige der Fragen, die sich dabei stellen, diskutieren wir in der Sendung "NDR Kultur kontrovers" am Dienstag, 22. Januar, von 19.30 bis 20 Uhr.

Es tauschen die Argumente aus und streiten:

  • Hilal Sezgin, Publizistin, Philosophin, Buchautorin (unter anderem "Artgerecht ist nur die Freiheit. Eine Ethik für Tiere oder Warum wir umdenken müssen"). Die Veganerin entdeckt in mancher Tierfreundschaft menschlichen Eigennutz und hält die "Grenze zwischen Menschen und nicht-menschlichen Tieren" für durchlässig.

  • Dr. Florian Asche, Jurist, Buchautor ("Tiere essen dürfen. Ethik für Fleischfresser"). Der Jäger hält wenig davon, im Tier "die eigenen Gedanken und Gefühle wiederzuerkennen", beklagt "Selbstgerechtigkeit" und "Fanatismus" von Tierschützern, die zwischen Tier und Mensch keinen Unterschied machen und erkennt darin sogar "Selbsthass auf den 'bösen Menschen'".

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