Weihnachtsmärkte in Hameln, Osnabrück und Oldenburg schließen

Stand: 06.12.2021 12:31 Uhr

Einige Kommunen in Niedersachsen hatten ihre Weihnachtsmärkte von vornherein abgesagt. Inzwischen ziehen immer mehr Städte und Gemeinden nach. Auf allen laufenden Märkten gilt jetzt die 2G-Plus-Regel.

Auch Hameln (Landkreis Hameln-Pyrmont) und Osnabrück lassen die Glühwein- und Würstchenbuden wieder abbauen, wie die Städte am Donnerstag mitteilten. Für die Schaustellenden rechne sich das Angebot unter den strengen Corona-Vorgaben nicht. Die Stadt Hameln will ihnen entgegenkommen, indem sie die Standgebühren tagesgenau abrechne. Dort ist der Weihnachtszauber bereits am Freitag vorbei - allerdings können einige Stände mit Kunsthandwerk stehen bleiben, weil dort 2G-Plus nicht gelte. Der Markt in Osnabrück läuft noch bis Sonntag. Bereits am Sonnabend endet der Oldenburger Lamberti-Markt vorzeitig. Mit der Entscheidung kommt die Stadtverwaltung nach eigenen Angaben der Bitte des Schaustellerverbandes nach.

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Ein Schild verweist auf 2G-Plus-Regel. © picture alliance / CHROMORANGE Foto: Christian Ohde

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In Bad Bentheim und Lüneburg wird abgebaut

Zuvor hatten unter anderem Bad Bentheim (Landkreis Grafschaft Bentheim) und Lüneburg ihre Märkte abgesagt. Auch für die Stadt Göttingen war 2G-Plus der ausschlaggebende Grund, den Weihnachtsmarkt dicht zu machen. Wenn Geimpfte und Genesene täglich auch noch ein Testzentrum und eine Ausgabestelle für Bändchen aufsuchen müssen, widerspricht das aus Sicht von Oberbürgermeisterin Petra Broistedt (SPD) dem Ziel, Kontakte zu reduzieren. "Der Infektionsschutz kann nicht länger gewährleistet werden", sagte Broistedt am Montag. Auch weil die neue Corona-Variante Omikron höchstwahrscheinlich schon in Niedersachsen kursiere, könne sie den Weihnachtsmarkt nicht länger verantworten, sagte die Politikerin.

Schausteller fordern Absage der Weihnachtsmärkte

Mit Blick auf die 2G-Plus-Regelung hatten Schaustellerinnen und Schausteller in Niedersachsen die generelle Absage von Weihnachtsmärkten gefordert. Solange die Märkte nicht abgesagt seien, müssten sie ihre Stände offenhalten und alle Fixkosten bezahlen, erklärte der Vorsitzende des Niedersächsischen Landesverbandes, Fred Hanstein. Gilt dann auch noch für Geimpfte und Genesene eine Testpflicht, fürchtet der Verband, dass noch weniger Menschen kommen.

Im Folgenden finden Sie eine Aufzählung von abgesagten Weihnachtsmärkten in Niedersachsen. Bitte beachten Sie dabei den Veröffentlichungszeitpunkt des Artikels und dass NDR.de keine vollständige Liste vorliegt.

Abgesagte Weihnachtsmärkte in Niedersachsen:

  • Aerzen (Landkreis Hameln-Pyrmont)
  • Bad Bentheim (Landkreis Grafschaft Bentheim)
  • Bockhorn (Landkreis Friesland)
  • Bückeburg - Schloss Bückeburg (Landkreis Schaumburg)
  • Cloppenburg
  • Dransfeld (Landkreis Göttingen)
  • Duderstadt (Landkreis Göttingen)
  • Goslar
  • Göttingen
  • Hameln (Landkreis Hameln-Pyrmont)
  • Hann. Münden (Landkreis Göttingen)
  • Kirchhatten (Landkreis Oldenburg)
  • Lehrte (Region Hannover)
  • Lingen - Kulturweihnachtsmarkt (Landkreis Emsland)
  • Lüneburg
  • Melle-Buer (Landkreis Osnabrück)
  • Neuenburg (Landkreis Friesland)
  • Nörten-Hardenberg (Landkreis Northeim)
  • Northeim - nur Weihnachtskrammarkt
  • Nienhagen (Landkreis Celle)
  • Osnabrück (Stadt)
  • Ostercappeln (Landkreis Osnabrück)
  • Osterode am Harz (Landkreis Göttingen)
  • Papenburg (Landkreis Emsland)
  • Quakenbrück (Landkreis Osnabrück)
  • Rodenberg (Landkreis Schaumburg)
  • Sandkrug (Landkreis Oldenburg)
  • Sögel - Schloss Clemenswerth und Heimathof (Landkreis Emsland)
  • Stadtoldendorf (Landkreis Holzminden)
  • Uslar (Landkreis Northeim)
  • Wittmund

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53 Prozent gegen Öffnung der Weihnachtsmärkte

Laut einer repräsentativen Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des NDR Niedersachsen hält mehr als die Hälfte der Niedersachsen (53 Prozent) die Öffnung von Weihnachtsmärkten für falsch. Dabei sind es besonders die Älteren, die dieses Angebot ablehnen. Die Umfrage wurde vom 11. bis zum 16. November erhoben.

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Dieses Thema im Programm:

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