Zwei Polizistinnen kontrollieren auf der Lister Meile in Hannover die Einhaltung der Maskenpflicht. © picture alliance/dpa-Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte

Polizeigewerkschaft fordert Stopp für Stellenabbau

Stand: 15.09.2021 10:05 Uhr

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) kritisiert den drohenden Stellenabbau bei der Polizei in Niedersachsen. Bis 2024 wird die Polizei nach aktuellen Planungen knapp 800 Beschäftigte verlieren.

Demnach sollen schon 2021 knapp 200 Personen weniger eingestellt werden, als in den Ruhestand treten, teilte die Gewerkschaft mit. Dietmar Schilff, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei Niedersachsen, nannte es "enttäuschend", dass die Landesregierung in den Planungen für den Doppelhaushalt 2022/2023 daran festhalte, die diskutierten Stellen zu streichen. Diese wiederum argumentierte, dass in der laufenden Legislaturperiode 866 Planstellen und 184 Beschäftigungsmöglichkeiten für Tarifbeschäftigte geschaffen worden seien. Für 2024 rechnet die Landesregierung demnach mit einem Rückgang um 50 Stellen, für 2025 um 380 Stellen.

Bedienstete "am Limit"

Schilff sagte, die Aufgaben der Polizei erweiterten sich ständig, die Beschäftigten arbeiteten "am Limit". Die Antwort auf steigende Belastungen und eine wachsende Zahl an Aufgaben dürfe nicht Personalabbau heißen. Eine drastische Minimierung der Planstellen gefährde die innere Sicherheit, warnte die Gewerkschaft. Sie beruft sich auf den Koalitionsvertrag der Landesregierung, laut dem bis zu 3.000 neue Stellen im Polizeidienst geschaffen werden sollten. Dies gelte sowohl für Stellen für Vollzugsbeamtinnen und -beamte als auch für Verwaltungspersonal und für Spezialisten etwa im Sektor Cybercrime.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 15.09.2021 | 11:00 Uhr

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