Stand: 14.05.2020 16:11 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Peine ist Spitzenreiter bei Wohnnebenkosten

Mitarbeiter der Müllabfuhr holen in Hannover Hausmüll ab. © dpa-Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte
Müll- und Wassergebühren - sie sind in Niedersachsen unterschiedlich hoch. (Archivbild)

Der Kreditabtrag für das Haus oder die Miete für die Wohnung - dabei bleibt es ja nicht pro Monat. Es kommen noch die Nebenkosten oben drauf - für Trinkwasser und Müllabfuhr etwa. Der Bund der Steuerzahler (BdSt) hat für diese Kosten unter den 25 größten Städten im Land ein Ranking erstellt. Das Ergebnis: Wer in Peine wohnt, muss niedersachsenweit die höchsten Wohnnebenkosten zahlen. Für einen Drei-Personen-Haushalt in einem Einfamilienhaus in städtischer Randlage fallen pro Jahr den Angaben zufolge mehr als 1.400 Euro an. In Lingen im Emsland seien es nur rund 950 Euro, so der Steuerzahlerbund. Allerdings wurde laut BdSt die Grundsteuer aufgrund fehlender Daten in dem Vergleich nicht berücksichtigt.

Preisspanne bleibt - auch mit Grundsteuer

Würde eine geschätzte Grundsteuer berücksichtigt, ergebe sich ein anderes Bild, heißt es. Dann läge Hannover mit rund 1.972 Euro im Jahr an der Spitze, gefolgt von Celle mit 1.906 Euro und Braunschweig mit 1.879 Euro. Peine würde auf dem sechsten Platz landen. Lingen wäre weiterhin mit 1.301 am günstigsten. Die Unterschiede von mehreren Hundert Euro pro Jahr bleiben also. Deutlich wird die regionale Preisspanne unter anderem bei den Gebühren fürs Einleiten von Regenwasser. Den Angaben zufolge sind sie in Osnabrück mit 125 Euro fast fünf Mal so hoch wie in Cuxhaven mit 27 Euro.

Kosten am stärksten in Hannover gestiegen

Die Nebenkosten seien ein wesentlicher Kostentreiber der stetig steigenden Wohnkosten, die die Bürger zunehmend belasten, so der Steuerzahlerbund. Er forderte die Kommunen daher auf, den Preis der Leistungen in Schach zu halten. Ein bundesweiter Vergleich des BdSt unter den Landeshauptstädten hatte zuvor bereits ergeben, dass die Wohnnebenkosten - inklusive Grundsteuer - in Hannover seit 2016 so stark gestiegen sind wie in keiner anderen Landeshauptstadt.

Weitere Informationen
Ein Wohnblock aus der Froschperspektive. © dpa-Bildfunk Foto: Silas Stein

Nebenkosten: Wo Hannover spitze ist

In keiner anderen Landeshauptstadt sind die Wohnnebenkosten in den vergangenen Jahren so stark gestiegen wie in Hannover. Das teilte der Bund der Steuerzahler (BdSt) mit. (11.05.2020) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 14.05.2020 | 14:30 Uhr

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