Stand: 05.08.2018 16:00 Uhr

Niedersächsische Abgeordnete für Seenotrettung

Die Mehrheit der niedersächsischen Landtagspolitiker steht hinter den privaten Seenot-Initiativen, die im Mittelmeer Geflüchtete vor dem Ertrinken retten. Das ergab eine NDR-Abfrage bei allen 137 Abgeordneten und den Ministerinnen und Ministern. "Ist es richtig, dass Hilfsorganisationen mit eigenen Schiffen im Mittelmeer Flüchtlinge retten?" Diese persönliche und zurzeit ethisch viel diskutierte Frage stellte das NDR Regionalmagazin Hallo Niedersachsen. Trotz der Urlaubszeit antworteten 52 der Abgeordneten direkt an den NDR. Die CDU entschied sich für eine Antwort im Namen aller 50 Fraktionsmitglieder.

Die Abgeordnete Susanne Schütz (FDP) im Porträt. © FDP

Landtag: Seenotrettung von Flüchtlingen richtig?

Hallo Niedersachsen -

Sollen Hilfsorganisationen mit eigenen Schiffen im Mittelmeer Flüchtlinge retten? Hallo Niedersachsen hat alle niedersächsischen Abgeordneten und Minister im Landtag dazu befragt.

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Unterschiedliche Begründungen und Lösungsansätze

In Seenot geratene Menschen sollten in jedem Fall gerettet werden - das war der Tenor der meisten Antworten. Unterschiede gibt es bei den Begründungen und den favorisierten Lösungswegen. Die wenigsten Rückmeldungen gab es von der AfD: hier lehnen zwei der neun angefragten Abgeordneten Seenotrettungsinitiativen ab, die übrigen antworteten nicht.

Seenotrettung: Antworten der Landtagspolitiker (A - G)

Seenotrettung: Antworten der Landtagspolitiker (H - O)

Seenotrettung: Antworten der Landtagspolitiker (P - Z)

Schiff aus Niedersachsen wurde beschlagnahmt

Zur Zeit läuft auf Malta ein Gerichtsverfahren gegen den deutschen Kapitän eines Schiffes, das im Mittelmeer bei Rettungsmissionen Flüchtlinge an Bord genommen hatte. Auch aus Niedersachsen war im Juni 2016 die"Iuventa" von Emden aus gestartet. Nach Angaben des Vereins Jugend rettet e.V. hat es mehr als 10.000 Menschen aus dem Mittelmeer gerettet und an Land gebracht. 2017 wurde das Schiff von den italienischen Behörden beschlagnahmt.

Weitere Informationen
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Mittelmeer: Verhinderte Seenotretter

05.08.2018 19:30 Uhr
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2018 sind nur zwei private Rettungsschiffe im Mittelmeereinsatz, weitere dürfen nicht auslaufen. 2017 war das Rettungsschiff "Iuventa" mit dem Leeraner Jonas Buja an Bord unterwegs. Video (02:54 min)

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Pistorius bietet "Lifeline"-Flüchtlingen Hilfe an

233 Migranten sitzen auf dem Schiff "Lifeline" im Mittelmeer fest. Niedersachsen sei bereit, einen Teil dieser Flüchtlinge aufzunehmen, sagt Innenminister Pistorius (SPD) in einer Pressekonferenz. Video (11:44 min)

"Menschen sterben, weil wir nicht helfen dürfen"

Das Rettungsschiff "Lifeline" ist auf Malta festgesetzt. Die Hildesheimerin Neeske Beckmann gehört zur Crew. Für sie ist es frustrierend, Flüchtlingen nicht helfen zu dürfen. (20.07.2018) mehr

 

Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 05.08.2018 | 19:30 Uhr

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