Stand: 19.07.2018 12:37 Uhr

Jeder fünfte Niedersachse ohne Vollzeit-Job

Vollzeit-Job mit unbefristetem Vertrag und geregelten Arbeitszeiten - und das am besten bis zur Rente: Dieses Modell bröckelt zusehends. Jobs werden fast ausschließlich zunächst befristet, Arbeitszeiten "from nine to five" sind schon lange die Ausnahme. Hinzu kommt: Jeder fünfte Beschäftigte in Niedersachsen hat inzwischen keinen typischen Vollzeit-Job mehr. Das geht aus dem neuen Sozialbericht des Landes hervor: Mehr als 22 Prozent aller Beschäftigten verdienen ihr Geld mit Minijobs oder in Teilzeit mit weniger als 20 Stunden pro Woche. Sie haben befristete Verträge oder werden als Zeitarbeiter ausgeliehen.

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Hallo Niedersachsen

Niedersachsen in Zahlen: So verdienen wir

31.08.2017 19:30 Uhr
Hallo Niedersachsen

In der Wochenserie "Niedersachsen in Zahlen" gehts ums Geld: Bei 22 Euro liegt der Stundenverdienst im Durchschnitt - aber fast zwei Drittel der Niedersachsen verdienen weniger. Video (04:50 min)

DGB: "Aufschwung kommt bei vielen nicht an"

Insgesamt zählt das Landesamt für Statistik rund 780.000 Frauen und Männer in dieser Gruppe. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) kritisiert diesen Zustand: Der Arbeitsmarkt sei tief gespalten, so der DGB in Niedersachsen, aus dessen Sicht der Aufschwung bei vielen Beschäftigten nicht ankommt. Auch die Landesarmutskonferenz sieht die Zahlen mit Sorge: In Niedersachsen seien so viele Menschen von Armut bedroht wie noch nie, heißt es dort - auch wegen unsicherer Jobs. Die Wirtschaft dagegen hat naturgemäß eine andere Sichtweise. Die Unternehmerverbände verweisen auf die Vorteile flexibler Arbeitsverhältnisse: Solche Modelle seien oft freiwillig gewählt, junge Eltern arbeiteten beispielsweise gerne in Teilzeit, so die Arbeitgeber.

Weitere Informationen

Armutsrisiko im Land so hoch wie noch nie

In Niedersachsen war das Armutsrisiko noch nie so akut: Laut Landesamt für Statistik lag die Quote bei der jüngsten Erhebung bei 16 Prozent - der höchste bisher gemessene Wert. (18.07.2018) mehr

Landesarmutskonferenz: Mindestlohn reicht nicht

Um Altersarmut zu bekämpfen, muss nach Ansicht der Landesarmutskonferenz Niedersachsen der Mindestlohn angehoben werden. Statt derzeit 8,84 Euro müssten es etwa 12 Euro pro Stunde sein. (11.06.2018) mehr

Was verdienen die Menschen in Niedersachsen?

Das NDR Regionalmagazin Hallo Niedersachsen ist der Frage nachgegangen, wie viel Geld die Menschen im Land durchschnittlich verdienen. Die Unterschiede sind zum Teil erheblich. (01.09.2017) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 19.07.2018 | 08:00 Uhr

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