Blick auf die Füße von einem Kind, das am Rand eines Schwimmbades steht. © COLOURBOX Foto: Oleg Mikhaylov

Corona-Folgen: Sportlehrer für mehr Schwimmunterricht

Stand: 04.05.2021 09:24 Uhr

Infolge der Corona-Pandemie mangelt es vielen Kindern an Bewegung, beklagt der niedersächsische Sportlehrerverband - und plädiert für eine Ausweitung des Schulsports, insbesondere des Schwimmens.

Viele Schülerinnen und Schüler hätten "erhebliche Lernrückstände und Defizite im motorischen Bereich", teilte der Landesverband Niedersachsen im Deutschen Sportlehrerverband (DSLV) mit. Verheerende Folgen hätte etwa die pandemiebedingte Schließung vieler Schwimmbäder seit dem vergangenen Jahr. Der DSLV geht daher von "starken Einbrüchen bei der - ohnehin verbesserungsfähigen - Schwimmfähigkeit der Grundschülerinnen und -schüler" aus.

Zusätzliche Angebote in Ferien und am Wochenende?

Ausgleichen könnten dies zusätzliche Schwimmkurse, so der Verband. Diese könnten in Kooperation mit Sportvereinen sowohl an Wochenenden und in der Schulzeit, aber auch in den Ferien, angeboten werden. Die Schulen bräuchten dafür Schwimmzeiten, Lehrerstunden und Geld. Letzteres könne über die sogenannten Nachhilfe-Milliarde kommen, so die Sportlehrer.

DSLV: Finanzierung über "Nachhilfe-Milliarde"

Dabei handelt es sich um ein Bund-Länder-Förderprogramm in Gesamthöhe von zwei Milliarden Euro. Dieses ist bislang für Nachhilfe- und Förderprogramme für Schüler sowie für die Aufstockung verschiedener sozialer Programme vorgesehen. Der Sportunterricht ist in der "Nachhilfe-Milliarde" bisher nicht bedacht.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 04.05.2021 | 08:00 Uhr

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