Stand: 10.10.2018 17:22 Uhr

Wo Besucher das Unsichtbare entdecken

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Rollentausch: In den Ausstellungsräumen sind die Blinden die eigentlichen Sehenden.

In diesem Museum gibt es nichts zu sehen und trotzdem vieles zu entdecken: Denn in den Ausstellungsräumen von "Dialog im Dunkeln" in der Hamburger Speicherstadt herrscht absolute Finsternis. Statt sich mit den Augen zu orientieren, sind die Besucher bei ihrem Erkundungsgang, für den sie sie mit Langstöcken ausgestattet werden, ganz auf Hören, Riechen und Tasten angewiesen - und auf ihre blinden Ausstellungsführer, die sie durch die Dunkelheit begleiten. Die Führungen starten im 15-Minuten-Takt in Kleingruppen von maximal acht Personen. Die Ausstellung ist nur mit Führung zugänglich.

Alltägliches aus neuer Perspektive erleben

Dialog im Dunkeln

Alter Wandrahm 4
20457 Hamburg (Speicherstadt)

Führungen mehrmals täglich außer sonntags, Reservierung unter Tel. (040) 309 63 40 und über die Website des Dialoghauses

Gerüche, Temperaturen, Geräusche und ertastete Formen erzeugen bei den Besuchern unterschiedliche Eindrücke: Mal scheint die Gruppe einen Park zu durchstreifen, mal eine Bar. So bekommen die Sehenden eine Vorstellung davon, was es bedeutet, blind zu sein. Zugleich sind sie auf die Hilfe der Blinden angewiesen, die ihnen Orientierung geben und in dieser Situation die eigentlichen Sehenden sind - eine Art Rollentausch. Die Tour dauert 90 Minuten und führt durch sechs Erlebnisräume, eine verkürzte Tour durch vier Räume dauert 60 Minuten.

Unternehmungslustige können sich noch einen Schritt weiter in die Finsternis wagen und sich beim "Dinner in the Dark" auf einen kulinarischen Trip durch die Finsternis begeben. Für das "Dinner in the Dark" ist eine vorherige Anmeldung erforderlich, für die Führungen wird die Anmeldung empfohlen.

Dialog im Stillen und Dialog mit der Zeit

Im selben Haus befindet sich mit dem "Dialog im Stillen" eine weitere Ausstellung, die auf dem Konzept des Rollentausches basiert. Mit schalldichten Kopfhörern ausgestattet begeben sich die Besucher in eine Welt ohne Ton und werden von Gehörlosen durch die Räume geführt.

Eine dritte Ausstellung beschäftigt sich mit dem Prozess des Alterns. Als "Spezialisten" führen Senioren durch die Räume und regen die Besucher dazu an, sich mit dem Thema näher auseinanderzusetzen.

Karte: Hier befindet sich das Dialog-Haus
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