Stand: 02.07.2020 11:21 Uhr  - Mein Nachmittag

Sonne: Die Haut vor Strahlung schützen

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Sonnencreme ist nur ein Faktor

Knackig braune Haut gilt immer noch als schön und gesund. Dabei bräunt Sonne nicht nur, sondern kann die Haut auch schädigen und im schlimmsten Fall Krebs auslösen. Die Zahl der neuen Hautkrebs-Erkrankungen verdoppelt sich in Deutschland alle 10 bis 15 Jahre, so das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). Erst die richtige Kombination von Sonnenlicht und Sonnenschutz trägt zum Wohlbefinden bei.

Im Test: Sonnencremes für Kinder

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Sonnencremes für Kinder versprechen höchsten Schutz für empfindliche Haut. Doch wie gut sind sie wirklich? Stiftung Warentest hat 17 Sonnenschutzmittel gestestet.

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UV-Index beachten

Die Gefahr steckt in der ultravioletten Strahlung des Sonnenlichts (UV-A, UV-B, UV-C). UV-Strahlen sind unsichtbar, schädigen aber auf Dauer und in hoher Konzentration Haut und Augen. Die Intensität der Strahlung wird mit dem UV-Index bewertet, einer nach oben offenen Skala, die bei 1 beginnt. Sie hängt von vielen Faktoren wie Jahreszeit, Tageszeit, Bewölkung, Lage und Höhenlage des Ortes ab. Bereits ab Stufe 3 sollte die Haut geschützt werden. In Deutschland werden im Sommer meist Werte um 8 erreicht, auf Bergen bis 11. Wasser, heller Sand und Schnee verstärken die Strahlung. Ein bewölkter Himmel reduziert sie nur wenig und kann sie unter bestimmten Bedingungen sogar erhöhen. Im Sommer veröffentlicht das BfS täglich eine regionale Vorhersage für den UV-Index.

Es kommt auf den Hauttyp an

Menschen mit heller Haut reagieren empfindlicher auf UV-Strahlung als dunkelhäutige. Die Wissenschaft unterscheidet zwischen sechs Hauttypen von sehr hell mit rötlich/blonden Haaren bis schwarz mit schwarzen Haaren. Die meisten Mitteleuropäer gehören zum Typ 2 oder 3. Ihre Haut verfügt bei intensiver UV-Strahlung über einen Eigenschutz von nur 20 bis 30 Minuten, danach nimmt sie Schaden. Am empfindlichsten ist die Haut von Kleinkindern. Sie sollte immer gut vor Sonne geschützt werden.

Die Haut vor Strahlung schützen

  • Sonnenschutz beginnt damit, Strahlung zu vermeiden: Besonders in der Mittagszeit von 11 bis 15 Uhr sollten sich Menschen möglichst im Schatten oder in Gebäuden aufhalten.
  • In der Sonne die Haut mit Kleidung bedecken: Dunkler, dicht gewebter Stoff hilft mehr als heller, luftiger; trockener besser als nasser. Unter dünnen Stoffen sollte die Haut zusätzlich eingecremt werden. Ein Hut mit breiter Krempe schützt Kopf, Gesicht, Ohren und Nacken.
  • UV-Strahlung geht auch durch Autoscheiben, besonders die Seitenscheiben. Bei längeren Fahrten in der Sonne die Arme mit Sonnencreme schützen.

Sonnencreme großzügig auftragen

Wer nicht auf ein Sonnenbad verzichten möchte, sollte sich großzügig mit Sonnencreme oder -gel einreiben. Im Sommer raten Experten zu Lichtschutzfaktoren (LSF) von 30 bis 50. Damit ist die Haut theoretisch um diesen Faktor länger geschützt - also etwa mit LSF 30 x 10 Minuten = 300 Minuten (fünf Stunden) statt 10 Minuten ohne Sonnencreme. Experten empfehlen, nur etwa 60 Prozent dieser Zeit in der prallen Sonne zu verbringen, denn Schweiß und Reibung am Sand oder Badetuch verringern den Schutz. Die Sonnencreme muss außerdem reichlich, gleichmäßig und rechtzeitig aufgetragen werden: etwa 30 ml oder sechs Teelöffel für den kompletten Körper eines durchschnittlich großen Menschen, 30 Minuten vor Beginn der Sonnenstrahlung. Eine übliche 200-ml-Flasche hält nur rund eine Woche. Kinder sollten mit Produkten mit sehr hohen Lichtschutzfaktoren eingecremt werden.

Nach dem Baden erneut eincremen

Viele Sonnenschutzmittel gelten als wasserfest - etwa beim Baden. Wer sich allerdings danach abtrocknet, reibt einen Teil der aufgetragenen Schutzschicht aus kleinsten Titan- und Zinkoxid-Teilchen ab. Daher nach dem Abtrocknen erneut eincremen. Vorsicht: Damit lässt sich die geschützte Zeit nicht verlängern, sondern nur aufrechterhalten. Zweimal mit LSF 20 eincremen, ergibt keinen LSF 40.

Wie lange ist Sonnencreme haltbar

Auch Sonnencreme hat meist ein Mindesthaltbarkeitsdatum, das auf der Flasche steht. Ist der Termin erreicht, nimmt der Sonnenschutz langsam ab. Wie alle kosmetischen Produkte, kann Sonnencreme auch verderben und Irritationen der Haut auslösen. Den Inhalt angebrochener Flaschen daher zunächst auf Geruch, Konsistenz und Farbe prüfen.

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Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 25.06.2020 | 16:20 Uhr

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