Stand: 24.03.2020 09:17 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Wie Flüchtlingsheime Corona fernhalten wollen

Geflüchtete werden in den Massenunterkünften für die Corona-Pandemie sensibilisiert. (Themenbild)

Die Ausbreitung des Coronavirus sorgt derzeit in niedersächsischen Flüchtlingsunterkünften für erhöhte Alarmbereitschaft. Da die Geflüchteten zumeist auf engem Raum zusammenleben, wäre eine Infektion in einer Einrichtung fatal. Deshalb versuchen die Einrichtungen, die Geflüchteten für die Corona-Pandemie zu sensibilisieren. Nach Angaben der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen werden sie in verschiedenen Sprachen, mit Piktogrammen und im Gespräch über die aktuelle Lage informiert. Den Angaben zufolge ist in Niedersachsen bislang bei keinem Flüchtling oder Mitarbeiter einer Einrichtung eine Infektion nachgewiesen worden.

 

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Wer Symptome hat, wird sofort getestet

Gibt es einen Verdachtsfall, wird die Person sofort getestet und von den anderen abgesondert untergebracht, um ein Übertragungsrisiko zu reduzieren. Neu ankommende Flüchtlinge werden auf der Sanitätsstation untersucht. Wer akute Symptome aufweist, wird sofort getestet. Besucher dürfen die Flüchtlingseinrichtungen nur noch in dringenden Fällen betreten. Außerdem wurden die Kantinen für Mitarbeiter geschlossen und Geflüchtete dürfen die Speisesäle nicht mehr in großen Gruppen betreten. Nach wie vor dürfen sich auch Flüchtlinge außerhalb der Einrichtungen bewegen, dabei werden sie laut Landesaufnahmebehörde aber auf die gegenwärtigen Beschränkungen hingewiesen.

Flüchtlingsrat fordert Abschiebestopp

Der Flüchtlingsrat Niedersachsen fordert unterdessen weitere Maßnahmen zum Schutz von Asylbewerbern vor dem Coronavirus. So solle die Unterbringung der Menschen entzerrt, Behördentermine abgesagt und die Aufenthaltspapiere unbürokratisch verlängert werden. Auf ablehnende Bescheide und Abschiebungen solle vorübergehend verzichtet werden, fordert der Flüchtlingsrat. Außerdem sollten Flüchtlinge Zugang zum regulären Gesundheitssystem erhalten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 19.03.2020 | 06:30 Uhr

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