Ein Holzstempel mit der Aufschrift "Grundsteuer" steht vor mehreren Stapeln mit Euro. © picture alliance/SULUPRESS.DE/Torsten Sukrow Foto: Torsten Sukrow

Neue Grundsteuer: Hauseigentümer können jetzt Angaben machen

Stand: 10.07.2022 09:30 Uhr

Ab 2025 wird die Grundsteuer neu berechnet, dann gilt in Niedersachsen das Flächen-Lage-Modell. Die Erklärungen sind aber schon jetzt fällig. Ab sofort können Eigentümer nötigen Daten übermitteln.

Bisher wurde die Grundsteuer nach Maßstäben berechnet, wie sie 1964 festgelegt wurden. Das erklärt Jürgen König, Referent im niedersächsischen Finanzministerium. In den vergangenen Jahren habe sich aber viel verändert. Das Bundesverfassungsgericht hat deshalb 2018 die veralteten Bewertungsgrundlagen für verfassungswidrig erklärt. Der Bund musste daraufhin ein neues Grundsteuergesetz beschließen. Die Länder dürfen aber vom Bundesmodell abweichen. Niedersachsen macht davon Gebrauch. Ein Hilfsmittel für Hauseigentürmer ist der sogenannte Grundsteuer-Viewer.

Ein Neubaugebiet in Hannover Laatzen. © dpa-Bildfunk Foto: Julian Stratenschulte
AUDIO: Die neue Grundsteuer: Was auf Eigentümer zukommt (35 Min)

Wie funktioniert das Flächen-Lage-Modell?

Im niedersächsischen Modell ist die Fläche ein Faktor, um die Grundsteuer zu berechnen. Das bedeutet: Wer viel Fläche besitzt, bezahlt mehr Grundsteuer als jemand mit weniger Flächenbesitz. Dabei wird zwischen der Grundstücksfläche und der bebauten Fläche unterschieden. Dazu kommt der Lage-Faktor, der vom Finanzamt selbst ermittelt wird. Als Grundlage dient der Bodenrichtwert - also der jeweilige Quadratmeterpreis von Grund und Boden. Das führt dazu, dass Eigentümer in beliebten und teuren Gebieten mehr zahlen als Eigentümer in weniger attraktiven Vierteln. Den Lage-Faktor können Eigentümer sich im "Grundsteuer-Viewer" anzeigen lassen.

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