33-Jähriger an Vatertag schwer verletzt: Polizei ermittelt

Stand: 27.05.2022 11:30 Uhr

Mit der Ruhe ist es vorbei: Am Vatertag waren in Niedersachsen wieder viele Gruppen unterwegs - teils mit reichlich Alkohol. Am Ith im Weserbergland wurde ein Mann nach einem Streit schwer verletzt.

Der Vorfall ereignete sich laut Polizei an den Ith-Klippen im Landkreis Hameln-Pyrmont. Dort hatte sich eine größere Gruppe Ausflügler versammelt, es floss Alkohol. Dann entbrannte Streit zwischen zwei Personen, in deren Folge zwei 45-Jährige einen 33-Jährigen in Richtung der Klippen schubsten. "Die Person konnte sich noch festhalten", sagte ein Polizeisprecher NDR.de am Donnerstagabend. Einer der Männer stieß das Opfer erneut - es stürzte etwa zehn Meter in die Tiefe und verletzte sich schwer. "Er war ansprechbar, musste aber mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht werden", so der Sprecher weiter. Die Polizei ermittelt nun gegen die die beiden 45-Jährigen.

Schlägerei am Salzgittersee

In Soltau haben mehrere betrunkene Vatertags-Ausflügler Polizeibeamte angegriffen. Nach Angaben einer Sprecherin wurden dabei vier Polizisten leicht verletzt. In Salzgitter ist bei einer Schlägerei am Salzgittersee eine Person verletzt worden, teilte die Polizei mit. In Braunschweig prügelten sich ebenfalls mehrere Menschen. In einigen Städten kam es zu größeren Menschenmengen an den klassischen Ausflugszielen, auch in kleineren Orten waren junge Männer mit Bollerwagen und mobilen Musikanlagen unterwegs. Die Beamten hatten sich darauf eingestellt: Da kaum noch Corona-Beschränkungen gelten, werde der Andrang vergleichbar sein mit den Jahren vor der Pandemie, hieß es etwa in Hannover. Landesweit waren Sondereinsatzteams, Extra-Streifen und die sieben niedersächsischen Einsatzhundertschaften bei der Arbeit.

Kontrollen auf der Weser

Am Mittellandkanal in Bad Hiddenserborn bei Stadthagen im Landkreis Schaumburg kamen rund 1.600 Menschen zusammen. Dort entwickelten sich unter Betrunkenen einzelne Schlägereien. Zudem kam es zu medizinischen Notfällen durch Alkoholvergiftungen. Auch Polizeibeamte wurden körperlich angegriffen und beleidigt. Auf der Weser zwischen Achim und Hameln war die Nienburger Wasserschutzpolizei im Einsatz und kontrollierte insbesondere die Fahrtüchtigkeit der Boots- und Schiffsführenden. Sie leiteten mehrere Verfahren wegen Trunkenheit am Steuer ein.

500 Feiernde am Tonkuhle See

In Hannover feierten bis in die Nacht Hunderte Menschen im Welfen- sowie im Georgengarten. Am Hauptgebäude der Leibniz Uni wurden am späten Abend Silvester-Raketen in den Himmel geschossen. Hier musste die Polizei mehrere Platzverweise aussprechen. "Auch hatten wir an der Maschsee-Quelle ein paar Randalierer, die stark alkoholisiert waren", sagte ein Polizeisprecher. In Hildesheim registrierte die Polizei ab den frühen Nachmittagsstunden vereinzelt Straftaten im Bereich des Stadtgebiets. Dort feierten Vatertagstour-Gruppen vor allem im Bereich Hohnsensee und Tonkuhle, wo etwa 500 Menschen zusammenkamen. Am Himmelbergturm in Alfeld zählte die Polizei etwa 200 Personen.

Weitere Informationen
Behelmte Einsatzkräfte der Polizei stehen am Abend bei einem «Spaziergang» von Gegnern der Corona-Politik in der Innenstadt in Braunschweig. © picture alliance/dpa Foto: Moritz Frankenberg

Wegen Corona: Weniger Mehrarbeit für Niedersachsens Polizei

Pro Kopf sind es aber immer noch 50 Überstunden. Die Belastung sei weiter hoch, so die Gewerkschaft der Polizei. (11.02.2022) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 26.05.2022 | 08:00 Uhr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen

Am zukünftigen Anleger für das FSRU (floating Storage and Regasification Units) für den Flüssiggasimport nach Deutschland in Wilhelmshaven findet der erste Rammschlag statt. © dpa-Bildfunk Foto: Sina Schuldt/dpa

LNG-Terminal in Wilhelmshaven darf ab sofort gebaut werden

Das staatliche Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg hat die Zulassung für den vorzeitigen Baubeginn erteilt. mehr