Zeitzeichen

13. Dezember 1920

Sonntag, 13. Dezember 2020, 19:05 bis 19:20 Uhr, NDR Info

Seiten eines Kalenders © Fotolia_80740401_Igor Negovelov

Die Grundlage für den Internationalen Gerichtshof Den Haag wird geschaffen
Ein Beitrag von Daniela Wakonigg (WDR)

Der Internationale Gerichtshof im niederländischen Den Haag ist das höchste Rechtsprechungsorgan der Vereinten Nationen. Seine Hauptaufgabe ist es, in völkerrechtlichen Konflikten zu urteilen. Der Wunsch nach einem internationalen Gericht ist bereits einige Jahrhunderte alt. Doch es bedarf erst der Schrecken des Ersten Weltkriegs, damit dieser Wunsch Realität wird.

Am 13. Dezember 1920 nimmt der Völkerbund das Statut für den "Ständigen Internationalen Gerichtshof" an. 1922 tritt das Gericht in Den Haag erstmals zusammen. Es ist der Vorläufer des Internationalen Gerichtshofs (IGH), der 1945 gegründet wird. Kläger und Beklagte des Internationalen Gerichtshofs sind keine Einzelpersonen, sondern Staaten. Streitigkeiten über den Verlauf von Ländergrenzen, über internationale Fischerei- und Schürfrechte sowie über Einmischungen in Kriegshandlungen werden beispielsweise vor dem IGH verhandelt.