Das Hörspiel

Anne Sexton - "Ich bin wie ein lebender Stein."

Sonntag, 20. Oktober 2019, 21:05 bis 22:21 Uhr, NDR Info

Hörspiel aus Gedichten und Briefauszügen von Anne Sexton

Sie war schön, begabt und charismatisch. Ihre Performances mit rauchiger Stimme hatten was Abgründig-Laszives: Anne Sexton inszenierte den Exzess. Nicht nur auf der Bühne. Auch im Leben: Alkohol, Drogen, Phychopharmaka, diverse Klinikaufenthalte, Selbstmordversuche. Die Lyrik konnte sie nicht retten.

Bis hin zur Selbstzerstörung erkundete sie die Innenwelten des Wahnsinns, inszenierte den Exzess, forschte unerbittlich nach den Wurzeln ihrer Identität. Zeit ihres Lebens liebäugelte sie mit dem Tod. Als Mittelschichts-Hausfrau materiell abgesichert, als Repräsentantin der „confessional poetry“ erfolgreich, führte sie dennoch ein Leben am Abgrund, zwischen Alkohol, Tranquilizern, Depressionen, psychotischen Anfällen, Anstaltsaufenthalten und Selbstmordversuchen. „Ich bin im Begriff, mich zu verlieren, es sei denn, die Gedichte können mich retten“, schrieb sie.

Mit Corinna Harfouch und Stephan Benson
Übersetzung aus dem Amerikanischen: Silvia Morawetz
Komposition: Vlatko Kucan
Bearbeitung und Regie: Wolfgang Stockmann
Produktion: NDR 1998

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