Zeitzeichen

26. April 1937

Mittwoch, 26. April 2017, 20:15 bis 20:30 Uhr, NDR Info

Die Zerstörung von Guernica im Spanischen Bürgerkrieg
Ein Beitrag von Almut Finck (WDR)

Lässt sich ein Krieg nur aus der Luft gewinnen? Ohne den Einsatz von Bodentruppen? Erstmals wurden derartige Fragen in den 1930er-Jahren diskutiert, von Hitlers Militärstrategen in Vorbereitung des "Großen Krieges". Da traf es sich gut, dass man mit dem Spanischen Bürgerkrieg, nach Francos angeblichem Hilferuf an die Deutschen, so etwas wie ein Experimentierfeld, einen gigantischen Truppenübungsplatz, zur Verfügung bekam.

Kein Mensch hatte damals eine Ahnung, was für eine Zerstörung Bomben tatsächlich anrichten würden - Hitlers Legion Condor probierte es aus, an der Levante-Küste, in Städten wie Madrid und Barcelona, in kleinen Dörfern wie Durango im Baskenland - mit jeweils vielen Hundert Toten. Dass gerade Guernica zum Symbol des Bombenterrors im Zweiten Weltkrieg und der Schrecken des Faschismus wurde, hat vor allem einen Grund: Es waren damals zufällig internationale Journalisten vor Ort. Sie sorgten dafür, dass die Weltöffentlichkeit erfuhr, was in Guernica am 26. April 1937 geschah.