Zeitzeichen

25. März 1953

Sonntag, 25. März 2018, 19:05 bis 19:20 Uhr, NDR Info

Justitia. © imago Foto: Ralph Peters

Hilfe für Vertriebene

NDR Info - ZeitZeichen -

Am 25. März 1953 wird das Bundesvertriebenengesetz verabschiedet. Es bündelte Gesetze, die den rund 14 Millionen nach dem Zweiten Weltkrieg Geflüchteten helfen sollten.

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Das Bundesvertriebenengesetz wird verabschiedet
Ein Beitrag von Martina Meißner (WDR)

Nach dem Zweiten Weltkrieg musste die Bundesrepublik etwa 14 Millionen Flüchtlinge, Ausgebombte und Vertriebene aus den ehemaligen ostdeutschen Gebieten integrieren und versorgen, denn die meisten von ihnen hatten alles verloren. Im Westen sah man sich von der Flüchtlingswelle aus dem Osten überrollt. Statt Hilfsbereitschaft und Solidarität erlebten viele Vertriebene Ablehnung und Diskriminierung als "Pollacken" und "Rucksackdeutsche".

Die westlichen Besatzungsmächte mussten für die Verteilung von Wohnungen per Zwangseinweisung sorgen. Mit dem Lastenausgleichsgesetz von 1952 wurden zunächst finanzielle Entschädigungen geregelt. Das Bundesvertriebenengesetz von 1953 bündelte viele Gesetze, die Flüchtlingen und Vertriebenen helfen sollten. So regelte es unter anderem die Anerkennung von Berufsdiplomen, senkte die Zugangsbeschränkungen für freie Berufstätigkeit ab und sicherte die Zuweisung von Arbeitsplätzen für besonders betroffene Vertriebene.