Das Hörspiel

Schöne Künste

Sonntag, 12. Mai 2019, 21:05 bis 22:00 Uhr, NDR Info

Ein Mann hält ein Megafon und sitzt auf einem Stuhl auf einer nebligen Wiese. © Photocase Foto: busdriverjens

Schöne Künste

NDR Info - Hörspiel -

Eine Mordserie an Repräsentanten des hohen Kulturbetriebs gibt Rätsel auf. Seinen finalen Mord hat der Mörder bereits angekündigt. Zum Tode von Ingomar von Kieseritzky haben wir unser Programm geändert. NDR 2009. ndr.de/radiokunst.

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Aus Anlass des Todes von Ingomar von Kieseritzky haben wir unser Programm kurzfristig geändert. Das geplante Hörspiel "Die Logik des Schlimmsten" wird zu einem späteren Zeitpunkt gesendet.

Zum Tode von Ingomar von Kieseritzky haben wir unser Programm geändert.

Er war ein Liebling der Kritik, dem Lese-Publikum aber weitestgehend unbekannt: der Dichter Ingomar von Kieseritzky. Im Hörspiel war er eine echte Größe, sowohl im Hinblick auf den Umfang seiner Produktionen als auch im Hinblick auf seine sprachliche Könnerschaft. Jetzt ist Ingomar von Kieseritzky am 5. Mail im Alter von 75 Jahren gestorben.

Wortartist und Sprachjongleur

Ingomar von Kieseritzky war ein Wortartist und Sprachjongleur, ein Meister des Florettfechtens, des eloquenten Schlagabtauschs. Mit maliziöser Lust führte er die Neurosen und Hypochondrien seiner Protagonist*innen vor, die unschwer als die eigenen zu erkennen waren. Den Literatur-und Kulturbetrieb hatte er nachgerade gefressen.  Er hasste ihn. Wie er auch alles Übrige leidenschaftlich tat. Wir wiederholen sein Hörspiel „Schöne Künste“:

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Eine Mordserie an Repräsentanten des hohen Kulturbetriebs hält das Ermittler-Duo Schwartz und Weiss in Atem. Seinen finalen Mord hat der Mörder bereits angekündigt.

Eine Mordserie an ambitionierten Repräsentanten des Hohen Kulturbetriebs hält das Ermittler-Duo Schwartz und Weiss in Atem. Nach welchem Muster verfahren der oder die Mörder? Die amerikanische Lyrikerin musste ebenso dran glauben wie die große Hoffnung des österreichischen Literaturbetriebs, Wurmser. Das Kuriose: Alle Opfer tragen Botschaften am Körper. Dem Ton nach sind sie mal freundlicher: „Adé, mein Lieb, die Zeit der Mittelmäßigkeiten ist abgelaufen“, mal grober: „Genug Wörter geschunden, Musik verhunzt, Servus, du dämliche Punze.“ Zuweilen sind es Selbst-Entäußerungen des Täters, die Rückschlüsse auf seine Identität zulassen. „Ich bin ein Nichts, das nichtet.“ Alsbald beginnt die hermeneutische Fahndungsarbeit der Ermittler. Die Hinterlassenschaften sind schließlich als lyrische Botschaften zu verstehen. Seinen finalen Mord hat der Mörder bereits angekündigt.

Dieses Hörspiel können Sie im Anschluss an die Sendung hier und in unserem Podcast NDR Hörspiel Box zwölf Monate lang anhören und herunterladen.

Mit Axel Milberg, Sascha Icks, Marlen Diekhoff u.v.a
Regie: Irene Schuck
Produktion: NDR 2009

Weitere Informationen
NDR Kultur

Am Morgen vorgelesen

11.05.2019 08:30 Uhr
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