Diverse Gewürze in Pulverform auf einem Markt. © colourbox

Curry: Gesunde Gewürzmischung für asiatische Gerichte

Stand: 13.10.2020 14:00 Uhr

Currypulver ist eine Gewürzmischung aus vielen Zutaten in unterschiedlicher Zusammensetzung. Curry steht aber auch für asiatische Gerichte mit Fleisch, Fisch oder Gemüse in einer sämigen Soße.

Klassische Bestandteile von Currypulver sind Kurkuma - das für die typische gelbe Farbe sorgt - Chili, Koriander, Kreuzkümmel, Bockshornklee, Senfkörner und schwarzer Pfeffer. Außerdem können Gewürznelken, Fenchelsamen, Ingwer, Muskatblüte oder Zimt dazukommen. Für die Currymischung werden die getrockneten Gewürze gemahlen oder zerstoßen.

Briten prägten den Begriff Curry

Chicken Curry © colourbox Foto: Thanawat Wongsuwannathorn
Currys gibt es in vielen Varianten, von scharf bis mild.

Curry ist auch ein westliches Synonym für viele Gerichte aus der asiatischen Küche, etwa die beliebten Thai-Curry. Seinen Ursprung hat der Begriff in Indien, wo Fleisch, Fisch oder Gemüse mit weiteren Zutaten und Gewürzen in einer sämigen Soße serviert wird. Engländer leiteten "Curry" während ihrer Kolonialherrschaft auf dem Subkontinent vom indischen Wort "kari" ab, das Fleisch oder Beilage bedeutet. In Asien wird der Begriff Curry kaum für Speisen verwendet, auch Currypulver ist unbekannt, da die Gewürze dort frisch verwendet werden.

Fertig gemischt oder frisch aus dem Mörser

Ein Holzlöffel mit Currypulver. © fotolia Foto: womue
Für die gelbe Farbe des Currypulvers sorgt Kurkuma.

Currypulver ist als fertige Mischung im Handel erhältlich. Da es schnell an Aroma verliert, sollten stets kleine Mengen frisch gekauft werden. Am kräftigsten und intensivsten würzen Currymischungen, die aus ganzen, getrockneten Gewürzen selbst zusammengestellt und im Mörser oder einer Mühle gemahlen werden. Mit Currypulver wird erst gewürzt, wenn andere Zutaten bereits angebraten wurden, da es sonst bitter schmeckt.

Currypaste für die thailändische Küche

Rote Currypaste © Fotolia Foto: kittiyaporn1027
Currypaste gibt es in verschiedenen Schärfegraden.

Neben Currypulver gibt es auch Currypasten, die vor allem asiatische Lebensmittelgeschäfte anbieten. Sie werden in der thailändischen Küche verwendet, in Öl angeschwitzt, häufig mit Kokosmilch abgelöscht und eingekocht. Grüne, rote und gelbe Currypasten unterscheiden sich deutlich in der Schärfe. Grüne Chilis sorgen in der grünen Variante für kräftige Schärfe. Auch die rote Paste ist noch scharf, die gelbe relativ mild. Neben Gewürzen enthalten Currypasten unter anderem Schalotten und Zitronengras.

Curry enthält gesunde Gewürze

Currypulver macht Mahlzeiten bekömmlicher, fördert die Verdauung, beugt Blähungen und Völlegefühl vor und wirkt entzündungshemmend. Je vielfältiger die Gewürzmischung ist, desto gesünder ist sie. Diese Wirkung haben die wichtigsten Zutaten:

  • Kurkuma ist die wichtigste und gesündeste Curry-Zutat, denn die gelbe Wurzel enthält Curcumin. Das pflanzliche Protein stärkt die gesunden Zellen und schwächt gleichzeitig entartete. Außerdem wirkt Curcumin entzündungshemmend und abschwellend, hilft bei der Blutreinigung und reguliert den Stoffwechsel.
  • Koriandersamen lindern unter anderem Verdauungsbeschwerden.
  • Senfkörner sind gut gegen Viren und Bakterien.
  • Bockshornklee senkt den Blutzucker.
  • Kreuzkümmel stärkt das Immunsystem und hilft bei Verdauungsstörungen.
  • Schwarzer Pfeffer kurbelt die Fettverbrennung an. Das Piperin im Pfeffer ist gut gegen Bakterien.
  • Chili regt die Durchblutung an und unterstützt die Verdauung. Das Capsaicin im Chili reizt die Schleimhäute. Um diesen Schmerz erträglicher zu machen, schüttet der Körper Endorphine aus - und die machen glücklich.

VIDEO: Küchen-ABC: Curry - Gewürz und Gericht (11 Min)

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Dieses Thema im Programm:

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