Stand: 07.05.2019 14:45 Uhr  - Hallo Niedersachsen

Weniger junge Leute machen den Führerschein

Immer weniger junge Menschen in Niedersachsen machen den Führerschein. Vor allem für die großen Städte wie Hannover, Braunschweig und Oldenburg bestätigen der ADAC und der niedersächsische Fahrlehrerverband diesen rückläufigen Trend. Wurde nach Angaben des Kraftfahrtbundesamtes im Jahr 2007 deutschlandweit noch rund 689.000 Menschen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren eine Fahrerlaubnis erteilt, erhielten 2017 nur noch rund 345.000 in dieser Altersklasse einen Führerschein. Die Gesamtzahl für die Pkw-Führerscheine in Niedersachsen unterscheidet sich deutlich weniger: Im Jahr 2007 waren es rund 113.000, zehn Jahre später rund 101.000.

Auf dem Land ist der Führerschein weiterhin gefragt

Die Jugendlichen verzichteten allerdings nicht komplett auf den Führerschein, viele holten die Fahrschule nach Studium und Lehre nach, sagt Dieter Quentin, Vorsitzender des Fahrlehrerverbandes Niedersachsen. Den allgemeinen Abwärtstrend beim Führerscheinerwerb im Land bestätigt auch der ADAC Niedersachsen. In den Städten sei es für viele junge Erwachsene nicht mehr wichtig, ein Auto zu haben - auch dank der öffentlichen Verkehrsmittel und kurzer Wege. Auf dem Land sei der Führerschein aber nach wie vor gefragt, heißt es. Allerdings schreckten der Zeitaufwand für einen Führerschein und die Kosten offenbar viele junge Menschen ab.

Auto kein Statussymbol mehr?

Der ADAC geht davon aus, dass das Auto immer mehr seine Rolle als Statussymbol bei jungen Erwachsenen verloren hat. Das neueste Smartphone oder der Computer seien oftmals wichtiger als ein eigener Wagen.

Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 07.05.2019 | 19:30 Uhr

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