Stand: 19.05.2020 11:33 Uhr

Städtebund sieht Milliarden-Minus und fordert Hilfe

Stephan Weil (SPD, links), Ministerpräsident von Niedersachsen, und Marco Trips, Präsident des niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes, stehen vor der Versammlung zusammen. © dpa-Bildfunk Foto: Swen Pförtner
Fordert Hilfe von Land und Bund: Trips (rechts), Präsident des Städte- und Gemeindebunds. Hier mit Ministerpräsident Weil (SPD). (Archivbild)

Durch die Corona-Krise rechnet der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund (NSGB) für das laufende und das nächste Jahr Mindereinnahmen von rund 2,2 Milliarden Euro. Grund dafür seien mit der Pandemie einhergehenden Ausfälle von Steuern und kommunalem Finanzausgleich, teilte der NSGB am Montag mit. "Die bereits aus den Bundesergebnissen bekannten - durchaus als dramatisch zu bezeichnenden - Zahlen, wirken sich auch auf die niedersächsischen Ergebnisse aus. Wie erwartet, ist insgesamt mit erheblichen Einnahmeausfällen zu rechnen", erklärte NSGB-Präsident Marco Trips.

"Schnelle Hilfe" für Städte und Gemeinden

Niedersachsen geht bis 2024 mit einem Minus von rund acht Milliarden Euro aus, wie Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) mitteilte. Trips appellierte an das Land, den Städten und Gemeinden dennoch "schnelle und nachhaltige Hilfe" zukommen zu lassen. "Ohne massive Hilfe vom Bund und dem Land Niedersachsen werden wir erhebliche Einschränkungen im gesellschaftlichen Leben bekommen.

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Dieses Thema im Programm:

Niedersachsen 18.00 | 18.05.2020 | 18:00 Uhr

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