Mitarbeiterin eines Testzentrums in der Innenstadt von Hannover hält einen Teststab für einen Schnelltest auf das Coronavirus in ihrer Hand. © picture alliance | dpa Foto: Moritz Frankenberg

Neuer Höchstwert bei Corona-Inzidenz in Niedersachsen

Stand: 15.11.2021 11:44 Uhr

132,8: So hoch wie am Montag war die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen in Niedersachsen noch nie. Schärfere Corona-Regeln dürften bald folgen - und für Ungeimpfte wird es ungemütlicher.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums lag der bisherige Spitzenwert bei 130,9. Das war am 22. April 2021. Zwar steht Niedersachsen im Vergleich der Bundesländer immer noch gut da, doch der bundesweit massive Anstieg der Fallzahlen wird auch hier zunehmend sichtbar. Und die Befürchtung ist, dass die Zahlen weiter steigen, weil jetzt die Winterfeste, Weihnachtsmärkte und auch private oder berufliche Weihnachtsfeiern anstehen. Vor allem Menschen ohne vollständigen Impfschutz droht hier eine Ansteckung.

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Corona-Verordnung wird gerade überarbeitet

Am Dienstag wird sich der niedersächsische Corona-Krisenstab zur Pandemie-Lage äußern. Zu erwarten ist eine baldige Verschärfung der Maßnahmen. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat bereits angekündigt, dass das Land die 2G-Regelung ausweiten will. Die Corona-Verordnung werde zurzeit überarbeitet. Auch deutschlandweit könnte sich in Kürze etwas tun in Sachen Infektionsschutz: Am Donnerstag kommen die Regierungschefs und -chefinnen der Bundesländer zur Ministerpräsidentenkonferenz mit Noch-Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zusammen, um über das weitere Vorgehen zu beraten.

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Bund und Länder müssen jetzt schnell handeln - das wird von unterschiedlichen Seiten gefordert. Eine Überlastung des Gesundheitssystems, so die Befürchtung, ist nur eine Frage der Zeit. Die Oberbürgermeisterkonferenz des Niedersächsischen Städtetags etwa fordert unter anderem mehr Engagement in der Impfkampagne und Auffrischungsimpfungen für alle Altersgruppen. Für Booster-Impfungen plädieren auch Expertinnen und Experten wie die Göttinger Physikerin Viola Priesemann.

Appelle an Ungeimpfte

Die dritte Spritze macht einen großen Unterschied, so die Einschätzung der Fachleute - noch immer sind aber Millionen Deutsche gar nicht geimpft, obwohl medizinisch bei Ihnen nichts dagegenspräche. Gerade ihnen stehe ein schwieriger Winter mit Ansteckungen und möglicherweise schweren Krankheitsverläufen bevor, warnte die Epidemiologin Berit Lange vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung am Sonnabend in der "Braunschweiger Zeitung". Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hat freiwillig ungeimpfte Erwachsene dazu aufgerufen, die Impfangebote "endlich anzunehmen". Damit täten sie auch Kindern etwas Gutes, die noch nicht geimpft werden könnten, sagte Tonne der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Sonnabend).

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 15.11.2021 | 12:00 Uhr

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