Millionenhilfe für Niedersachsens Innenstädte in Sicht

Stand: 25.02.2021 18:12 Uhr

Seit Wochen dringen Niedersachsens Kommunen auf ein Rettungspaket für die schon vor Corona kriselnden Innenstädte. Jetzt zeichnet sich ab, mit welchen Summen sie voraussichtlich rechnen können.

Die Landesregierung hat den Kommunen ein Sofortprogramm aus EU-Mitteln zur Corona-Soforthilfe in Aussicht gestellt. "Vielleicht werden es sogar 100 Millionen Euro oder mehr sein", sagte Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) am Donnerstag. Allerdings muss die EU-Kommission den Plänen noch zustimmen. Am Montag sollen die Gespräche darüber beginnen. Die 100 Millionen Euro könnten über einen Zeitraum bis zum Jahr 2023 ausgezahlt werden. Zusätzlich könnte das Land Althusmann zufolge bis zu 50 Millionen Euro für die Citys vom Bund bekommen.

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50 Millionen für kleinere und mittlere Orte

Anlass der Ankündigungen war ein Innenstadt-Gipfel, einberufen vom Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund (NSGB). Der NSGB forderte bei diesem Online-Treffen von Vertretern aus Wirtschaft, Kommunen und Politik ein "Neustartprogramm" von 50 Millionen Euro allein für die kleinen und mittleren Orte. Damit könnten die Handelnden vor Ort in die Lage versetzt werden, Lösungen zu finden, erklärte NSGB-Präsident Marco Trips. "Unsere Innenstädte haben durch die Corona-Krise schwere Schäden erlitten", sagte er. Hinzu kämen Probleme durch den wachsenden Onlinehandel und erhebliche Rückstände bei der Digitalisierung des Handels.

70 Millionen Euro für Belebung der Innenstädte

Vergangene Woche hatte auch der niedersächsische Städtetag ein Sofortprogramm von 70 Millionen Euro für attraktive und zukunftsfähige Innenstädte vorgeschlagen. Damit sollten etwa leerstehende Gebäude angemietet und günstiger weitervermietet werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 25.02.2021 | 18:00 Uhr

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