Vor einem Umwelt-Protest-Camp hängt ein Banner mit der Aufschrift: "Power to the people". © picture alliance Foto: Moritz Frankenberg

Klimacamps in Göttingen und Lüneburg nach Winterpause zurück

Stand: 28.05.2022 12:05 Uhr

Mit sogenannten Klimacamps wollen Aktivisten auch in Niedersachsen auf den Klimawandel aufmerksam machen. In Lüneburg geht es am 5. Juni wieder los, in Göttingen sind die Zelte bereits aufgebaut.

Seit dem 12. Mai versammeln sich die Aktivisten und Aktivistinnen auf einer Wiese vor dem Rathaus, wo sie auf Plakaten unter anderem mehr Nachhaltigkeit in der Mobilität fordern. Bis zu 100 Menschen pro Tag seien angemeldet, sagte ein Stadtsprecher. Vorgeschrieben seien mindestens zwei Teilnehmer, damit das Klimacamp als Versammlung gilt. Es ist vorerst bis zum 28. August angemeldet, wobei eine Verlängerung denkbar sei, so der Stadtsprecher weiter.

Zwei Camps in Lüneburg geplant

In Lüneburg sollen wie im vergangenen Jahr zwei sogenannte Klimagerechtigkeitscamps aufgestellt werden: Eines im Kurpark, das andere auf dem Marienplatz. Im vergangenen Jahr standen die Zelte dort 104 Tage. "Es ist ein umfangreiches Programm zu verschiedenen Schwerpunkten geplant", sagte die Aktivistin Ena Fölz. In Hannover hingegen, wo im vergangenen Jahr vor dem Rathaus ebenfalls für das Klima gecampt wurde, ist für dieses Jahr der Polizei zufolge kein Zeltlager angemeldet.

Vorträge informieren über Klimawandel

Die Zeltlager waren im vergangenen Jahr im Zuge der Corona-Pandemie in Städten in ganz Deutschland entstanden, weil große Demonstrationen nicht erlaubt waren. Sie sollen die Menschen vor Ort auf den Klimawandel aufmerksam machen. Teilweise werden in den Camps Vorträge und Workshops angeboten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 28.05.2022 | 09:00 Uhr

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