Stand: 12.08.2019 10:40 Uhr

FAQ: Was Sie über Mücken wissen sollten

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Mücken benötigen Blut, um sich zu vermehren. Deshalb stechen die weiblichen Tiere.

Mücken sind an lauen Sommerabenden oder im Urlaub lästige Begleiter, ihre Stiche unangenehm. In diesem Jahr gibt es besonders viele Mücken, denn der Winter war mild und der März warm und feucht. So konnten sich die Mücken früh und reichlich vermehren. Warum stechen Mücken eigentlich? Was zieht die Tiere an und wie kann man sich schützen?

Warum stechen Mücken?

Es stechen nur die Mückenweibchen. Sie benötigen ein bestimmtes Eiweiß, das sich in unserem Blut befindet, um nach der Befruchtung Eier zu bilden.

Warum werden manche Menschen eher gestochen als andere?

Mücken mögen Gerüche wie Ammoniak, Harn- oder Milchsäure. Die entstehen, wenn man schwitzt und der Schweiß auf der Haut zersetzt wird. Das ist bei jedem Menschen anders und deshalb locken einige eher Mücken an als andere. Auch die Atemluft spielt eine Rolle, denn Mücken finden Menschen in erster Linie über das Kohlendioxid, das diese ausatmen. Je mehr CO2 jemand ausatmet, desto eher wird er gestochen. Das ist auch der Grund dafür, dass Schwangere öfter gestochen werden, denn sie atmen für zwei und können so leichter von den Tieren gefunden werden.

Übertragen Mücken Krankheiten?

Prinzipiell ist das möglich. Allerdings übertragen die heimischen Mücken in der Regel keine Krankheiten. Immer wieder gibt es jedoch Befürchtungen, exotische Mückenarten wie die Asiatische Tigermücke könnten sich bei uns ausbreiten und Krankheiten wie das gefährliche Zika- oder das Dengue-Virus einschleppen. Bislang geht das Bundesumweltamt aber nur von einem geringen Risiko aus, da "die Anzahl von Virusträgern gering und das Vorkommen begrenzt ist". Allerdings weist das Amt darauf hin, dass die Ausbreitung der Tigermücke - insbesondere in Süddeutschland - zunehme und diese daher als "potenzielles Risiko" für die Gesundheit einzustufen sei.

Warum jucken Mückenstiche?

Mit dem Stich der Mücke gelangt ein örtlich betäubendes und blutgerinnungshemmendes Sekret in die Stichwunde. Der Körper lässt sich das nicht kampflos gefallen und schüttet den Botenstoff Histamin aus. Dieser wirkt gefäßerweiternd und lässt darüber hinaus Flüssigkeit ins Gewebe austreten. Das erzeugt die lokale Schwellung und den Juckreiz. Manchmal kann eine Entzündung die Folge sein, und manche Menschen reagieren auch allergisch auf den Stich.

Reporterin in einem Survival Camp in Malente.

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Was tun, wenn man von einer Mücke gestochen worden ist?

Kühlen, falls nötig eine kühlende Salbe auftragen, die ein Antihistaminikum enthält, das allergische Reaktionen unterdrückt. Auf keinen Fall kratzen, weil man sonst Bakterien einreibt und es zu einer Infektion kommen kann. Wer stark allergisch auf Mückenstiche reagiert, sollte immer ein Notfallset dabei haben und sich ärztlich behandeln lassen.

Wie kann man Mückenstiche vermeiden?

Langärmelige Kleidung tragen und unbedeckte Hautpartien mit Insektenschutz einreiben oder einsprühen. Duftlampen helfen nicht wirklich. Besser ist es, die Haut direkt zu schützen. Außerdem helfen Mückennetze, um die Quälgeister fernzuhalten.

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Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 12.08.2019 | 16:20 Uhr

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