Stand: 31.07.2017 10:54 Uhr

COPD erkennen und behandeln

COPD gehört zu den häufigsten Todesursachen überhaupt - dennoch hat kaum jemand diese Abkürzung je gehört. Sie steht für Chronic Obstructive Pulmonary Disease, zu Deutsch: chronisch obstruktive Lungenerkrankung. Geschätzt 15 Prozent der über 40-Jährigen weltweit leiden daran. Unter COPD sind mehrere Krankheitsbilder zusammengefasst, in erster Linie die chronische Bronchitis (dauerhaft entzündete Atemwege) und das Lungenemphysem (überblähte Lunge). COPD-Kranken fällt das Atmen schwer - besonders das Ausatmen.

Arzt (links) lässt einen Mann in ein schlauchartiges Gerät pusten. © NDR, honorarfrei

COPD: Wie Untergewichtige Energie auftanken

Der 51-jährige Familienvater Dirk S. verliert durch die COPD immer mehr Kraft. Die Ernährungs-Docs zeigen ihm, dass er nährstoffreicher essen muss und wo viel Energie drinsteckt.

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Ursache

Zur häufigsten Ursache dieser Erkrankung zählt langjähriges Zigarettenrauchen: Etwa jeder fünfte Raucher entwickelt eine COPD - 90 Prozent aller COPD-Kranken sind oder waren Raucher. Auch Passivraucher sind gefährdet. Neben Schadstoffen aus Zigarettenrauch oder starker Luftverschmutzung gibt es noch erbliche Faktoren: Fehlt bei einem Menschen das Protein Alpha-1-Antitrypsin (AAT), können körpereigene Enzyme das Lungengewebe angreifen. Diese Erbkrankheit ist etwa ebenso häufig wie Diabetes Typ 1. Das Problem: Einmal zerstörtes Lungengewebe kann sich nicht erholen.

Nikotin und ähnliche Schadstoffe zerstören die Flimmerhärchen, die Schleim und Fremdkörper normalerweise aus der Lunge Richtung Rachen befördern. Entzünden sich nun die kleinen Atemwege, die Bronchiolen, dann verbleibt der sich bildende Schleim in der Lunge. Das Atmen wird somit immer schwerer. Durch die Verengungen in der Lunge bleibt die verbrauchte Luft gefangen, frische Atemluft kann kaum noch nachströmen, das empfindliche Lungengewebe verliert an Elastizität und wird überbläht. Die Folge: Ein Lungenemphysem entsteht.

Warum das Atmen schwerfällt

Wenn die Atemzüge flacher werden, muss der Körper für seine Sauerstoffversorgung mehr Atemarbeit leisten - der damit verbundene Energiebedarf kann sich um das 10-Fache erhöhen. Deshalb neigen viele Betroffene zur stetigen Gewichtsabnahme. Besonders gefährlich: Wenn nicht genug Energie zur Verfügung steht, wird nicht nur Fett verbrannt, sondern sogar die Struktureiweiße der Muskulatur. Muskelabbau ist die Folge.

Symptome

Die ersten Symptome sind morgendlicher Husten ("Raucherhusten"), zäh sitzender Schleim in den Bronchien und Atemnot schon bei leichter Belastung wie Treppensteigen oder Rasenmähen. Bei körperlich kaum aktiven Menschen bleibt die COPD oft so lange unbemerkt, bis die Atembeschwerden auch schon in Ruhe auftreten. Dann ist die COPD leider meist weit fortgeschritten. Im späteren Stadium können sich die Lippen vom Sauerstoffmangel blau verfärben (Zyanose).

Dieses Thema im Programm:

Die Ernährungs-Docs | 21.01.2018 | 12:55 Uhr

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Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/COPD-erkennen-und-behandeln,copd116.html

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