Stand: 06.08.2019 09:32 Uhr

Pflanzen im Sommer mit Stecklingen vermehren

Die meisten Pflanzen blühen im Sommer üppig und wachsen prächtig - ein idealer Zeitpunkt, um die Lieblingspflanzen mit Stecklingen zu vermehren. Das geht bei vielen Pflanzen relativ problemlos, wenn man einige Regeln beachtet.

Stecklinge schneiden und pflanzen

Folgende Utensilien braucht man für die Vermehrung:

  • kleine Blumentöpfe
  • saubere Gartenschere
  • einen durchsichtigen Plastikbeutel oder ein Mini-Gewächshaus
  • nährstoffarme Anzuchterde
  • mehrere Stecklinge

So funktioniert die Vermehrung im Topf

Von einem einjährigen Trieb, an dem sich nur Blätter und keine Blüten befinden, ein 10 bis 15 Zentimeter langes Stück abschneiden, beziehungsweise den abgeschnittenen Trieb auf diese Länge einkürzen. Wichtig ist, dass der Schnitt am Stiel mit einem sauberen und scharfen Messer gemacht wird. Die unteren Blätter am Steckling abschneiden, damit diese später nicht in der Erde faulen. Hat der Steckling viele große Blätter, sollten diese halbiert werden, damit die Verdunstung geringer ist. Falls Blüten vorhanden sind, auch diese entfernen. Dann Anzuchterde in einen Blumentopf füllen, den Steckling hineinsetzen und leicht angießen. Wer keine Anzuchterde hat, kann normale Blumenerde mit Sand mischen. Wichtig ist, dass das Substrat nährstoffarm ist.

Hohe Temperaturen und regelmäßiges Gießen wichtig

Den Blumentopf entweder in ein Mini-Gewächshaus stellen oder selbst eins basteln: Dafür einfach den Topf mit dem eingepflanzten Steckling in eine durchsichtige Plastiktüte stellen und diese verschließen. Den Steckling für zwei bis drei Wochen an einen hellen, aber vor Sonne geschützten Platz stellen. Die Temperaturen sollten zwischen 20 und 30 Grad liegen. Die Erde feucht, aber nicht zu nass halten. Sobald sich neue Blätter entwickeln, hat das Experiment geklappt und die Plastiktüte oder das Dach des Gewächshauses können entfernt werden. Die Jungpflanze kann nun in ein Gefäß mit normaler Blumenerde umgetopft werden.

Unkompliziert bei hohen Temperaturen: Stecklinge ohne Erde vermehren

Möchte man auf Blumenerde verzichten oder kann die Stecklinge einige Tage nicht mit Wasser versorgen, gibt es zwei weitere Methoden zur Aufzucht.

Variante 1: Die Stecklingsrolle aus Moos

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Die Stecklingsrolle ist eine gute Alternative zur traditionellen Anzuchterde.

Nasses Moos auf ein zurechtgeschnittenes Stück Vlies legen und einen oder mehrere Stecklinge hineinlegen. Das Ganze zusammenrollen und mit einem Band fixieren. Das Paket nicht zu eng schnüren, damit das Moos und die Stecklinge das Wasser gut aufsaugen können. Die Stecklingsrolle aufrecht in eine mit Wasser gefüllte Schale stellen und an einem schattigen Plätzchen aufbewahren. Wenn die Stecklinge oben herauswachsen, haben sie in der Regel Wurzeln gebildet und können eingetopft werden.

Variante 2: Das dekorative Styropor-Schiffchen

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Das Seerosenblatt ist nicht nur ein Hingucker im Garten, sondern auch nützlich für die Planzennachzucht.

Damit weißes Styropor im grünen Garten nicht auffällt, kann man eine Styropor-Platte in Form eines Seerosenblattes zuschneiden und mit wasserfester Farbe bemalen. Nun ein paar Löcher in die Platte bohren und die Stecklinge hineinstecken, sodass ein Teil des Stiels unten herausguckt. Das Seerosenblatt kann dann auf einem Gartenteich oder in einer Wasserschale schwimmen. So sind die Stecklinge mit Wasser versorgt, haben ein gutes Klima und eine gleichmäßige Temperatur. Wenn die Pflänzchen angewurzelt sind, ist es ratsam, das Styropor zu zerbrechen, damit Pflanze und Wurzel nicht beschädigt werden. Die Plastikreste werden natürlich fein säuberlich in der gelben Tonne entsorgt.

Hortensien, Lavendel und Co vermehren

Über Stecklinge lassen sich viele Pflanzen vermehren. Eine Auswahl:

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Gartentipps | 17.08.2019 | 06:50 Uhr

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