Stand: 22.09.2019 18:47 Uhr

Einen Gartenteich anlegen: Wie geht das?

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Beim Anlegen eines Gartenteichs gibt es einiges zu beachten.

Ein Teich ist eine herrliche Oase und ein Ruhepunkt in jedem Garten. Einen neuen Gartenteich anzulegen, bedarf sorgfältiger Planung, insbesondere was den Standort betrifft. Der Teich sollte weder zu viel Sonne noch zu viel Schatten bekommen. Weil herabfallende Blätter wie Dünger wirken, dürfen nicht zu viele Laubbäume in der Nähe stehen. Zu beachten ist außerdem, dass selbst ein kleiner Teich für Kinder, die nicht schwimmen können, gefährlich werden kann.

Steffen Behrendt, Garten-Doc und Co-Experte, steht an einem Teich mit einem Kescher. © NDR Foto: Udo Tanske

Gartenteich richtig anlegen

Garten-Docs -

Beim Anlegen eines Gartenteichs kommt es sehr auf die Teichfolie an. Garten-Experte Steffen Behrendt zeigt, worauf zu achten ist.

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Große Gartenteiche machen weniger Arbeit

Je größer ein Teich ist, desto einfacher kann er sich aufgrund der großen Wassermenge selbst reinigen und umso eher stellt sich ein biologisches Gleichgewicht von selbst ein. Zudem sollte der Teich drei verschiedene Zonen mit jeweils geeigneten Wasserpflanzen besitzen: eine Uferzone, eine Flachwasserzone bis etwa 50 Zentimeter Tiefe sowie eine Tiefwasserzone ab 50 Zentimeter Tiefe.

Folie oder fertige Form?

Es gibt vorgefertigte Teichschalen, die aber meist so klein sind, dass sich der Teich nicht von alleine stabilisieren kann. Wer sich gestalterisch alle Möglichkeiten offenlassen will, sollte sich daher definitiv für einen Folienteich entscheiden. Weiterer Punkt: Die Teichform lässt sich so harmonisch in den Rest der Gartenlandschaft einfügen.

Gartenteich anlegen mit Folie

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Beim Kauf von Teichfolie kommt es auf eine hohe Qualität des Materials an.

Wer einen Folienteich anlegen will, sollte bei der Qualität des Materials keine Kompromisse machen und am besten beim Fachhändler kaufen. Experten empfehlen, keine zu dünne Folie zu nehmen. Diese kann leichter Knicke bekommen, die platzen könnten. Die dadurch entstehenden Löcher führen am Ende dazu, dass ein Teich komplett saniert werden muss.

Sinnvoll ist es auch darauf zu achten, dass die Folie einfach zu entsorgen und kein Sondermüll ist. Deswegen raten Experten, zertifizierte Folien zu benutzen, die einen hohen Kautschuk-Anteil haben. Unter der Folie wird zum Schutz vor Wurzeln und Steinen meistens ein Vlies verlegt.

Gartenteich mit Filterkörben von Algen befreien

Damit es später keine Probleme mit Algenwachstum gibt, ist ein Filtersystem im Teich empfehlenswert. Es unterstützt die biologischen Prozesse im Wasser. Dazu stellt man im Handel erhältliche Filterkörbe entlang des Teichs auf. Diese Körbe werden mit Kies und Substrat gefüllt, von dem sich die Mikroorganismen, die das Wasser reinigen, ernähren können. Diese Funktion kann auch ein elektrischer Filter übernehmen. So ein Filter ist zwar in der Anschaffung etwas günstiger, aber bei den Betriebskosten wesentlich teurer. Es lohnt sich zudem, eine Umwälzpumpe in den Teich zu setzen. Denn auch ein bisschen Bewegung im Wasser unterstützt den Selbstreinigungsprozess des Teichs.

Pflanzen fürs Wasser und die Uferzone

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Auch Wasserpflanzen filtern das Wasser im Teich.

Da auch Wasserpflanzen das Wasser reinigen, sollte man auch hier nicht sparen. Schließlich benötigt man noch Kies oder Sand für den Teichboden und die Uferzonen. Für die Gestaltung des Rands werden zusätzliche Pflanzen und Steine oder Holz benötigt, um einen harmonischen Übergang zwischen Teich und Umgebung zu gewährleisten.

Schritt für Schritt zum eigenen Teich

Zunächst die spätere Form des Teichs beispielsweise mit einem Gartenschlauch auf dem Rasen markieren. Dann mit einem Spaten diese Form nachstechen und von außen nach innen die Grasnarbe entfernen. Danach muss so viel Erde abgetragen werden, bis ein erstes Tiefenniveau erreicht ist. Das wird später die flache Uferzone. Jetzt können weitere Tiefenzonen mit dem Schlauch markiert werden. Da der Erdaushub für die spätere Randgestaltung verwendet werden kann, sollte schon vor dem Ausgraben klar sein, wo die Erde zwischengelagert wird.

Folie darf nicht beschädigt werden

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Vor der Teichfolie wird zuerst ein Vlies verlegt.

Ist der Teich komplett ausgehoben, ist es wichtig, den Boden von sämtlichen Steinen und Wurzeln zu befreien, da sie die Folie beschädigen könnten. Danach kann das Teichvlies verlegt werden. Im nächsten Schritt kommt die Folie hinein. Beim Verlegen darauf achten, dass sie genau der ausgehobenen Form folgt und nicht unter Spannung steht. Danach am Rand zum Beispiel die Folie mit schweren Steinen fixieren. Anschließend können Wasserpflanzen auf die verschiedenen Tiefenzonen gesetzt werden. Die Pumpe gehört in die Teichmitte. Sobald diese Arbeiten abgeschlossen sind, kann der Teich langsam mit Wasser gefüllt werden. Abschließend kann man den Übergang zwischen Teich und Garten kaschieren, etwa mit Kies oder Sand.

Teich für Kinder schwer zugänglich machen

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Für Kinder kann ein Gartenteich gefährlich werden.

Bei der Planung des Teichs ist besonders darauf zu achten, dass der Teich für Kinder nur schwer zugänglich ist. Statt ihn an der tiefsten Stelle eines Grundstücks zu bauen, ist es sinnvoll, den Teich auf einer kleinen Erhöhung anzulegen, damit die Wasserfläche über dem Rasenniveau liegt. Das hat außerdem den Vorteil, dass bei starken Regenfällen überlaufendes Wasser durch die Falten in der Folie zurück ins Grundwasser fließen kann. Tipp: Den Teichrand mit Rosen oder anderen dornigen Pflanzen bepflanzen. Das kann Kinder etwas vom Wasser abhalten.

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Dieses Thema im Programm:

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