Geranien richtig pflanzen, pflegen und vermehren

Stand: 22.04.2022 12:46 Uhr

Landläufig wird sie als Geranie bezeichnet, doch der botanische Name der reich blühenden Pflanze lautet eigentlich Pelargonie. Tipps zu Pflege, Standort und Vermehrung der beliebten Balkonblume.

Bei idealen Bedingungen blühen sie so üppig, dass von den Blättern der Pflanze kaum noch etwas zu sehen ist: Pelargonien, besser bekannt unter dem Namen Geranien. Diese umgangssprachliche Bezeichnung ist botanisch gesehen allerdings nicht ganz korrekt. Hinter der botanischen Bezeichnung Geranium verbirgt sich nämlich die Gattung Storchschnabel - eine winterharte Staude.

Viele verschiedene Geranien-Sorten       

Blühende Hängepelargonien auf einem Fenstersims eines Hauses. © COLOURBOX
Geranien vor dem Fenster? Botanisch gesehen handelt es sich bei den beliebten Pflanzen um Pelargonien.

Es gibt Hunderte verschiedene Geranien-Sorten. Grob unterteilen lassen sie sich in drei Kategorien: Hängende Geranien, die vor allem in Süddeutschland und im Alpenraum beliebt sind, eignen sich besonders für Balkonkasten und Ampel. Man erkennt sie gut an ihren Blättern: Diese haben sehr feste, fast gummiartige Blätter. Stehende, also aufrecht wachsende Geranien, haben samtig weiche Blätter und eignen sich gut für eine Pflanzung in Töpfen und Beeten.

Duftgeranien riechen intensiv - etwa nach Minze, Rosen, Zitronen oder Gewürzen. Der Duft tritt besonders hervor, wenn man die Blätter leicht reibt, denn dann werden ätherische Öle freigesetzt. Die Blätter von Duftgeranien sind essbar und passen gut in einen Salat. Die Größe von Geranien lässt sich beim Kauf anhand der Höhe des Blütenstängels ablesen: Je höher dieser ist, desto größer wird die Geranie.

Geranien pflegen und richtig gießen

Geranien im Balkonkasten mit Gießkanne © Fotolia.com Foto: pia-pictures
Geranien benötigen regelmäßig Wasser, sollten aber nicht zu oft gegossen werden.

Die Pflanzen bevorzugen einen sonnigen Standort und blühen etwa von Mai bis Oktober. Geranien sollten gleichmäßig feucht gehalten werden, vertragen aber auch gelegentliche Trockenheit. Als Faustregel gilt: Lieber häufiger wenig gießen. Insbesondere junge Pflanzen dürfen nicht zu intensiv gewässert werden. Sie blühen dann reichlich und die Gefahr von Krankheiten wird verringert.

Zum Düngen genügt ein normaler Flüssigdünger für Blühpflanzen, der etwa einmal pro Woche verwendet werden sollte. Es gibt zwar auch spezielles Düngemittel, dieses ist jedoch nicht erforderlich. Abgestorbene Blütenstände samt Stängel regelmäßig ausbrechen, das fördert die Bildung neuer Blüten.

Geranien einfach durch Stecklinge vermehren

Ein Steckling wird von einer Duftpelargonie geschnitten © NDR Foto: Udo Tanske
Geranien lassen sich ganz einfach durch Stecklinge vermehren.

Wer seine Geranien vermehren will, schneidet oder bricht einen circa fingerlangen Trieb mit Blättern knapp unterhalb des letzten Blattknotens ab. Dadurch wird die Mutterpflanze nicht verletzt - im Gegenteil: Sie wird zu neuer Blütenbildung angeregt. Um die Verdunstungsfläche zu reduzieren und dem Steckling die Chance zu geben, sich ganz auf die Wurzelbildung zu konzentrieren, die Blattmasse mit einem sauberen Messer kürzen. Dabei auch Blütenstiele und Knospen entfernen. Dann den Steckling zwei Zentimeter tief in Anzuchterde stecken, angießen und für die nächsten Wochen leicht feucht halten.

Sind Geranien winterhart?

Geranien mit der botanischen Bezeichnung Pelargonium stammen ursprünglich aus dem Süden Afrikas und sind nicht winterhart. Sie sollten deshalb erst nach den Eisheiligen nach draußen gepflanzt werden. Geranien müssen nicht jedes Jahr neu gekauft werden, denn sie können im Haus überwintern. Dafür werden die kräftig zurückgeschnittenen Pflanzen vor dem ersten Frost aus der Erde genommen und bei Temperaturen zwischen fünf und zehn Grad gelagert. Mitte Mai können sie wieder nach draußen.

Weitere Informationen
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Dieses Thema im Programm:

Rasch durch den Garten | 25.04.2022 | 21:00 Uhr

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