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RaumKlangSkulptur - Der Komponist Erhard Grosskopf

Dienstag, 15. Oktober 2019, 21:00 bis 22:00 Uhr

Erhard Grosskopf vergleicht seine Arbeit mit der eines Architekten. Er hofft, dass die "die Musik in dieses Haus einzieht - nicht wie der Inhalt in die Form, sondern wie der Geist in die Seele".

Spätestens seit der Weltausstellung in Osaka 1970 ist der Komponist international bekannt. "Dialectics" heißt sein Stück, das damals im Kugelauditorium aufgeführt wurde. Zuvor hatte er 1961 die Berliner Philharmoniker herausgefordert, als er für seine Hörmusik die gewohnte Form sprengte und die Musiker in Gruppen im Raum verteilte. Wenn er heute mit seiner RaumKlangSkulptur im Resonanzraum die Musiker des Ensemble Resonanz und das Publikum begeistert, hat das also eine lange Geschichte. "Ich baue ein Haus und hoffe, dass die Musik einzieht", so beschreibt er seine Arbeit als Komponist.

Ein Haus für die Musik

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Grosskopfs Kompositionen im Zusammenspiel umzusetzen, empfindet der Dirigent und Komponist Enno Poppe als Herausforderung.

"Es ist gar nicht so leicht zu spielen", sagt der Dirigent und Komponist Enno Poppe, der das Stück ins Programm genommen hatte. Was technisch relativ leicht zu spielen ist, erweist sich im Zusammenspiel der Musiker als eine echte Herausforderung. Es gilt, gemeinsam einen Klangraum zu schaffen, der die Resonanz des realen Raumes nutzt, letztlich aber eine ganz eigene Form annimmt.  Wenn es gelingt, ist es zauberhaft.

"Mein erster Meister war Bach", erzählt der Komponist, "aber ich hätte auch Ingenieur und Maler werden können." Wie sich seine Wege entwickelt haben und was ihn mit John Cage verbindet, erzählt Erhard Grosskopf Margarete Zander auf NDR Kultur in der Neuen Musik.