Verkehrsdelikte: Kommunen freuen sich über Mehreinnahmen

Stand: 25.10.2022 09:29 Uhr

Zahlreiche niedersächsische Städte und Landkreise verzeichnen einen Anstieg von Bußgeldern aus Verkehrsverstößen. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Demnach gaben 25 Städte und Kreise an, in den Monaten Januar bis September 2022 deutlich mehr Strafen eingenommen zu haben als im Vorjahreszeitraum. Häufige Verstöße seien Geschwindigkeitsübertretungen und Parkvergehen. Als Gründe gaben die Verwaltungen die Verschärfung des Bußgeldkatalogs, die im November 2021 in Kraft getreten ist, sowie eine Zunahme des Verkehrsaufkommens nach Pandemie-bedingtem Rückgang an. Zudem gab es regionale Besonderheiten: Im Landkreis Aurich beispielsweise war der Messbetrieb für Geschwindigkeitskontrollen eingeschränkt, weil das alte Gerät nicht mehr verwendet werden durfte. Die neuen Geräte waren erst im November 2021 einsatzbereit.

Verkehrsverstöße: Auszug aus Umfrage zu Buß- und Verwarngeldern

  • Stadt Hannover: rund 10 Millionen Euro (Januar bis September 2022); 6,4 Millionen Euro (Januar bis September 2021)
  • Region Hannover: 3,8 Millionen Euro (Januar bis September 2022); rund 2 Millionen Euro (Januar bis September 2021)
  • Landkreis Aurich: rund 2,7 Millionen Euro (Januar bis September 2022); rund 960.000 Euro (Januar bis September 2021)
  • Landkreis Osnabrück: 2,38 Millionen Euro (Januar bis September 2022); 1,74 Millionen Euro (Januar bis September 2021)
  • Landkreis Lüneburg: rund 3 Millionen Euro (Januar bis September 2022); rund 2 Millionen Euro (Januar bis September 2021)
  • Landkreis Lüchow-Dannenberg: 1,95 Millionen Euro (Januar bis September 2022); rund eine Millionen Euro (Januar bis September 2021)
  • Stadt Braunschweig: 4,3 Millionen Euro (Januar bis September 2022); 2,75 Millionen Euro (Januar bis September 2021)

Der Landkreis Hameln-Pyrmont ist unter den befragten Kommunen das einzige Verwaltungsgebiet, in dem die Summe der Buß- und Verwarngelder stagniert: 1.277 Millionen Euro (Januar bis September 2022) gegenüber 1.278 Millionen Euro (Januar bis September 2021).

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Hallo Niedersachsen | 25.10.2022 | 19:30 Uhr

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