Stand: 15.02.2019 21:01 Uhr

Schlachthöfe: Videoüberwachung Fall für Justiz?

Mit Videoüberwachung für mehr Tierwohl? Nach den Skandalen um Tierquälerei auf niedersächsischen Schlachthöfen hat Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) am Freitag eine entsprechende Initiative im Bundesrat in Berlin eingebracht. Die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) ist dagegen und hat juristische Schritte angekündigt, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet.

Videoüberwachung bislang freiwillig

Für die NGG wäre eine dauerhafte Videoüberwachung ein Verstoß gegen Datenschutz und Persönlichkeitsrechte, wie Gewerkschafter Matthias Brümmer sagte. Irgendwo seien immer Menschen zu sehen und möglicherweise wiederzuerkennen. Die Videoüberwachung gehe an der Ursache vorbei. Besser sei es, keine ungelernten Leiharbeiter aus Osteuropa, sondern inländische Arbeitnehmer einzusetzen. Die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz hingegen meint, dass die Aufnahmen Tierschutzbeauftragte und Veterinäre bei ihrer Arbeit unterstützen könnten. Diese Woche hatten Vertreter der Fleischindustrie und Otte-Kinast bereits Videokameras auf Schlachthöfen auf freiwilliger Basis vereinbart.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 15.02.2019 | 20:00 Uhr

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