Stand: 17.08.2020 10:30 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Althusmann: Masken im Unterricht regional möglich

Ein Schüler betrachtet im Unterricht seine Schutzmaske, die er in der Hand hält. © picture alliance Foto: Robert Michael
Sollte es zu regionalem Infektionsgeschehen kommen, kann sich Wirtschaftsminister Althusmann Masken im Unterricht vorstellen. (Themenbild)

Am 27. August startet für die Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen der Unterricht nach den Sommerferien. Nach dem Willen der Politik soll die Schule dann in einen eingeschränkten Regelbetrieb gehen. Ein Punkt im Szenario A zu den Corona-Hygienemaßnahmen beinhaltet, dass die Kinder und Jugendlichen Mund-Nasen-Bedeckungen außerhalb von Unterrichts- und Arbeitsräumen zu tragen haben, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Gruppen nicht eingehalten werden kann. Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) geht einen Schritt weiter: Der stellvertretende Ministerpräsident kann sich vorstellen, die Maskenpflicht auf den Unterricht auszuweiten.

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Zeitlich begrenzte Maßnahme möglich

Althusmann sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ): "Sollte das Infektionsgeschehen nach den Sommerferien in einzelnen Regionen des Landes erkennbar ansteigen, ist eine solche zeitlich begrenzte Maßnahme an den betroffenen Schulen keinesfalls ausgeschlossen." Althusmanns Parteifreund und Fraktionschef Dirk Toepffer sieht das anders. Er spricht sich gegen eine Maskenpflicht im Schulunterricht aus, wie die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" berichtet. "Es gibt gute Gründe für noch mehr Vorsicht und also die Maskenpflicht, aber auch gute Gründe dagegen", sagte Toepffer. "Ich persönlich bin gegen eine Maskenpflicht, weil sie in dem geplanten Präsenzunterricht schwer zu realisieren wäre."

Geplantes Bußgeld für Schulleiter "unverhältnismäßig"

Althusmann kritisierte in der NOZ zudem den Plan des Sozialministeriums, Schulleiter mit bis zu 10.000 Euro zu bestrafen, falls Corona-Maßnahmen an den Schulen nicht eingehalten würden. Das sei "völlig überzogen und unverhältnismäßig", so der Minister. Der Entwurf für den neuen Corona-Bußgeldkatalog sei zudem ohne Abstimmung mit anderen Ministerien erarbeitet worden. Dies sei "nun schon ein paar Mal versäumt worden, daraus hätte man lernen sollen. Sorgfalt geht vor Eile".

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 17.08.2020 | 08:00 Uhr

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