Stand: 02.12.2015 11:13 Uhr  | Archiv

Überseequartier - die "City der Hafencity"

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Das südliche Überseequartier präsentiert sich noch immer als riesige Brachfläche.

Wie ein breites Band zieht sich das Überseequartier von der Speicherstadt im Norden bis zur Elbe im Süden durch die Hamburger Hafencity. Als "kommerzielles Herzstück" und künftige "City der Hafencity" gedacht, begannen die Bauarbeiten bereits 2007. Im Süden ist das Quartier aber noch immer eine Baustelle.

Hotel und Luxuskino gegenüber der Speicherstadt

Im nördlichen, in weiten Teilen fertig gestellten Abschnitt ist ein Mix aus Büroflächen, Wohnhäusern und Einkaufsmöglichkeiten entstanden. Am Überseeboulevard im Zentrum des Viertels reihen sich Läden und Cafés aneinander. Ganz im Nordosten, gegenüber der Speicherstadt, wird ein fünfteiliger Gebäudekomplex mit Luxus-Kino, Hotel und Wohnungen erbaut.

Mit dem Alten Hafenamt steht im Zentrum des Quartiers auch eines der wenigen erhaltenen historischen Gebäude der Hafencity, das wie die Speicherstadtgebäude aus Backstein errichtet wurde. Im Inneren sind eine Markthalle und Plätze für Gastronomie geplant. Ein elfstöckiger Turm mit exklusiven Wohnungen, der sogenannte Cinnamon-Tower, ergänzt das historische Gebäude.

U-Bahn und Fußgängerpromenade in die Innenstadt

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Büros, Restaurants und Einzelhandel prägen die Gebäude rund um den Überseeboulevard.

Das neue Geschäftsquartier ist besonders gut an die Innenstadt angebunden. Die U-Bahnlinie U 4 verbindet den Stadtteil mit der Innenstadt. Wer zu Fuß unterwegs ist, gelangt über den Fußgänger-Boulevard am Magdeburger Hafen und die Straße St. Annen zur Speicherstadt und weiter über die Brandstwiete bis zum Domplatz und zum Jungfernstieg.

Bauarbeiten im Süden

Der südliche Teil des Überseequartiers lag über längere Zeit brach: Investoren hatten sich während der Finanzkrise zurückgezogen, sodass die Bauarbeiten ab Oktober 2011 ruhten. Mittlerweile wurde mit dem französischen Immobilienkonzern Unibail-Rodamco ein neuer Investor gefunden, der die Bauarbeiten fortsetzen will. Läuft alles nach Plan, soll die Bebauung im Süden bis 2021 abgeschlossen sein. Entstehen sollen unter anderem Büros, Wohnungen, ein Hotel und ein großes Ladenzentrum. Sie schließen direkt an das neue Kreuzfahrtterminal an, das im Nachbarquartier Strandkai liegt.

Büroturm statt Science Center

Architektonische Anziehungspunkte sollen die Waterfront Towers sein, zwei turmähnliche Bürobauten an der Elbe. Außerdem wird ein weiterer, gut 70 Meter hoher Büroturm mit einer öffentlich zugänglichen Aussichtsplattform entstehen. Er wird auf der ursprünglich für das sogenannte Science Center reservierten Fläche erbaut. Für das als Leuchtturmprojekt gedachte naturwissenschaftliche Erlebnismuseum gab es bereits einen spektakulären Entwurf des bekannten niederländischen Architekten Rem Kohlhaas: einen 70 Meter hohen Ring, zusammengesetzt aus unregelmäßigen Stockwerkselementen. Doch es fehlte ein privater Geldgeber und so konnte das Projekt nicht realisiert werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | die nordstory | 16.01.2017 | 14:45 Uhr

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